Itzehoe/Kreis Steinburg (sn) – Viel mehr Menschen als erwartet kamen am letzten Wochenende zusammen. Auf den Malzmüllerwiesen demonstrierten sie aus aktuellem Anlass „Für Demokratie, Menschlichkeit und Vielfalt“. Sie wandten sich unter dem Motto „Nie wieder“ ist jetzt!“ vor allem gegen den immer weiter aufkommenden Rechtsradikalismus. Schätzungsweise 5 000 Teilnehmer sollen es laut Veranstalter und Polizei gewesen sein.
Eingeladen dazu hatte ein Zusammenschluss von Parteien, Gewerkschaften, Organisationen und Vereinen, Wirtschaftsverbänden und Religionsgemeinschaften. Mittags um „fünf vor zwölf“ startete der Umzug durch die Innenstadt unter Begleitung der Polizei, dem sich immer weitere Teilnehmer anschlossen.
Bei der Abschlusskundgebung versammelten sich die Teilnehmer schließlich wieder auf den Malzmüllerwiesen, wo sich mehrere Redner für eine freie, offene und tolerante Gesellschaft aussprachen. Sie warnten vor allem vor der AfD, der gegenüber hauptsächlich Wachsamkeit angebracht sei.
Propst Steffen Paar schilderte in einer emotionalen Rede als bekennender Homosexueller am eigenen Beispiel, wie Ausgrenzung, Anfeindung und Herabwürdigung wirken. „Es geht um Sehnsucht nach Frieden, Liebe und nach einer Welt, wo wir alle sein können“, sagte er.
Viel Beifall erhielt der Journalist Michael Legband. „Das politische Ziel muss sein: Die AfD gehört verboten!“, so sein Fazit.
Auch die weiteren Redner wie Bürgermeister Ralf Hoppe, Heike Reese von der Lehrergewerkschaft GEW Steinburg, Ken Blöcker vom Unternehmensverband Unterelbe Westküste (UVUW) und Lilly Sarzio vom Verein „Anders? Gleich Anders!“ zeigten sich schockiert über die ausländerfeindlichen Parolen. Sie verurteilten die Pläne der Ausweisung ausländischer Mitbürger durch rechte Kreise.
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