Brokdorf (fs) – Mit sieben Lastwagen hat der hochradioaktive Atommüll in der Nacht zu heute (18. Juni) das Zwischenlager in Brokdorf erreicht. Der Transport fand unter strengen Sicherheitsauflagen und mit großer Polizeipräsens statt. Große Störungen durch Aktivisten habe es dabei nicht gegeben, so die Polizeidirektion Itzehoe.
Der Atommüll sei zuvor aus England per Schiff in den Elbehafen nach Brunsbüttel verbracht worden, wo die einzelnen Elemente mittels Kran auf die Lastwagen gehoben wurden. Bei den Behältern handelt es sich um Rückstände aus deutschen Atomkraftwerken. Am späten Mittwochabend (17. Juni) gegen 21 Uhr fand der Transport durch die Lkws statt, die Route folgte über Büttel und Dammfleth, weshalb auch die Bundesstraße 5 zwischenzeitlich von dem Gespann betroffen war. Ziel war das ehemalige Kernkraftwerk Brokdorf, welches gegen 22.10 Uhr ohne Zwischenfälle erreicht wurde.
Die Einsatzkräfte sorgten während des Konvois dafür, dass außenstehende Personen genügend Sicherheitsabstand zu den Fahrzeugen eingehalten haben. Zwar sei von den Transporten keine Gefahr auszugehen, dennoch wollten die Kräfte aufgrund der hochradioaktiven Strahlen kein Risko eingehen. Wie lange der Atommüll in Brokdorf bleibt und welches Endlager dafür vorgesehen ist, ist unklar.