Kreis Steinburg (anz) – Im Kreis Segeberg in der Gemeinde Hagen wurde am Mittwoch, den 4. November, der Ausbruch der hochpathogenen aviären Influenza (HPAI/Geflügelpest) gemäß Artikel 11 der Delegierten Verordnung (EU) 2020/687 durch den Landrat amtlich bestätigt worden.
Der Kreis Steinburg ist hiervon dahingehend betroffen, als dass die einzurichtenden Restriktionszonen unter anderem in das Gebiet des Kreises Steinburg reichen. Die Gebiete der Ämter Kellinghusen und Breitenburg sind betroffen. Eine interaktive Karte steht online zur Verfügung (https://umap.openstreetmap.de/de/map/restriktionszonen-hagen_166851).
Aufgrund dessen hat der Kreis Steinburg für die hiervon betroffenen Teilgebiete ebenfalls eine Allgemeinverfügung erlassen, welche bestimmte Ge- und Verbote für die betroffenen Gemeinden und Gemeindeteile beinhaltet. Die beim Kreis registrierten Halter von Vögeln und anderen in Gefangenschaft gehaltenem Geflügel werden gesondert vom Kreis informiert.
Der Kreis Steinburg ruft dazu auf, dass jeder, der Tiere der in der Allgemeinverfügung genannten Arten hält, und noch nicht registriert ist, diese umgehend beim Kreis anmelden möge.
Rund um den betroffenen Betrieb wird eine Sperrzone eingerichtet, die aus einer Schutzzone mit einem Radius von drei Kilometern und einer Überwachungszone mit einem Radius von mindestens zehn Kilometern besteht. Die Schutzzone erstreckt sich im Kreis Steinburg im Amt Kellinghusen auf Teile der Gemeinden Brokstedt und Quarnstedt. Die Überwachungszone des Ausbruchsbetriebes erstreckt sich im Kreis Steinburg auf folgende Gemeinden im Amt Kellinghusen: Hingstheide, Rade, Störkathen, Willenscharen und Wrist sowie auf Teile der Gemeinden Brokstedt, Fitzbek, Kellinghusen, Mühlenbarbek, Oeschebüttel, Quarnstedt, Rosdorf, Sarlhusen und Wolfsmoor. Im Amt Breitenburg sind Teile der Gemeinden Auufer und Wittenbergen betroffen.
In der Sperrzone gelten strenge gesetzliche Vorgaben für Geflügelhaltungen. Dazu gehören unter anderem ein Aufstallungsgebot sowie ein Verbringungsverbot für lebendes Geflügel.
Beim Ausbruch der Geflügelpest ist schnelles und konsequentes Handeln geboten, damit der Erreger nicht in benachbarte Geflügelbestände weiterverbreitet werden kann.
Wichtige Schutzhinweise für Geflügelhalter
Das Ministerium für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz (MLLEV) ruft alle Geflügelhalter dazu auf, ihre betrieblichen Biosicherheitsmaßnahmen kritisch zu prüfen, zu optimieren und konsequent umzusetzen. Der direkte und indirekte Kontakt von Hausgeflügel mit Wildvögeln sollte vermieden werden.
Bei erhöhten Tierverlusten oder klinischen Anzeichen, die auf Geflügelpest hindeuten könnten, ist eine veterinärmedizinische Untersuchung angezeigt, um eine Infektion mit Geflügelpestviren auszuschließen. Auch beim Zukauf von Geflügel sollte auf ausschließlich gesunde Tiere geachtet werden.
Die Bekanntmachung ist auf der Website des Kreises veröffentlicht (www.steinburg.de) veröffentlicht. Sie enthält auch einen Übersichtsplan, in dem die Schutz- und die Überwachungszone gekennzeichnet sind.
Weitere Informationen bekommt man bei der Landesregierung (https://www.schleswig-holstein.de/DE/landesregierung/themen/landwirtschaft/gefluegelpest), beim FLI (https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/aviaere-influenza-ai-gefluegelpest/) und beim Kreises Steinburg (https://www.steinburg.de/fileadmin/download/buerger-service/bekanntmachungen-stellenangebote/amtliche-bekanntmachungen/106_2026.pdf).