Vorgezogene Impfung: Landrat räumt Fehler ein

In einer Stellungnahme bittet Torsten Wendt die Öffentlichkeit und den Kreistag um Entschuldigung

In einer Stellungnahme teilt Landrat Torsten Wendt mit, dass er es bedauert, sich vorzeitig hat impfen zu lassen. (Archivfoto: Claaßen)

Itzehoe (tc) – Steinburgs Landrat Torsten Wendt hat am Freitagabend eingeräumt, dass es ein Fehler gewesen sei, dass er sich vorzeitig hat impfen lassen. In einer schriftlichen Stellungnahme bedauert er sein Verhalten. „Ich möchte hiermit mein außerordentliches Bedauern über meine Impfung ausdrücken. Angesichts einer Anzahl von Menschen, die einen Termin zur Impfung buchen wollten und damit bisher erfolglos geblieben sind, ist meine Impfung nicht verständlich. Ich habe dies seinerzeit so entschieden, hätte dies aber unterlassen müssen“, schreibt der Landrat. Und weiter: „Ich bedauere insbesondere die Gefühle von Menschen verletzt, und Vertrauen verloren zu haben. Deshalb bitte ich sowohl den Kreistag als auch die Öffentlichkeit um Entschuldigung.“
Wendt hatte vergangene Woche öffentlich eingestanden, im Steinburger Impfzentrum die Erst- und auch schon die Zweitimpfung gegen Corona erhalten zu haben. Es sei ihm versichert worden, dass zuvor anderthalb Stunden versucht worden sei, impfberechtigte Nachzügler für einen kurzfristigen Termin zu erreichen, da der Impfrest sonst verfallen wäre.
Am Mittwochabend hatte der Hauptausschuss dem Landrat eine Missbilligung ausgesprochen und angekündigt, das Innenministerium die mögliche Einleitung eines Disziplinarverfahrens prüfen zu lassen. Am Donnerstag war dann bekanntgeworden, dass bei der Staatsanwaltschaft Itzehoe eine Strafanzeige gegen Torsten Wendt eingegangen war.

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