Itzehoe (anz) – Mit großen Erwartungen gingen die Itzehoe Eagles in ihr Auftaktspiel in der BARMER 2. Basketball Bundesliga gegen die EN Baskets Schwelm. Nach der Partie, die von der Energiegenossenschaft Prokon präsentiert wurde, klang Eagles-Coach Timo Völkerink so: „Ein sehr ernüchternder und enttäuschender Auftritt von uns.“ Sein Team hatte mit 64:69 (14:16, 19:19,10:19, 21:15) verloren.
Emotionaler Moment vor dem Einlaufen: Eagles-Teammanager Stefan Flocken verabschiedete noch einmal offiziell den Ex-Kapitän Erik Nyberg, der acht Jahre für die Itzehoer gespielt hatte – Riesenjubel für die frühere Nummer 44, nun läuft er mit der 16 für Schwelm auf. Danach entwickelte sich die erwartete umkämpfte Partie, in der beide Teams wenig trafen und immer wieder Fehler machten. Die sah Völkerink auch bei den vorher abgesprochenen Ideen für die Verteidigung gegen den Baskets-Amerikaner Zyon Patterson, der seine Mannschaft kurz vor der Pause mit einigen Punkten in Führung brachte. Halbzeitstand: 35:33 für Schwelm.
In die zweite Hälfte starteten die Gäste besser, Dreier von Trey McBride und Lucien Schmikale hielten die Eagles im Spiel. Dann trafen die Baskets dreimal aus der Distanz und führten vor dem letzten Abschnitt 54:43. Der Rückstand wuchs bis auf 15 Punkte, nun bäumten sich die Eagles auf. Anderthalb Minuten vor dem Ende verkürzte Schmikale auf 61:65, es folgten zwei Chancen von der Dreierlinie – beide vergeben. Nyberg war es vorbehalten, von der Freiwurflinie die Partie endgültig zu entscheiden.
Kämpferisch habe sein Team alles gegeben, doch im Plan für das Spiel seien zu viele Fehler gemacht worden, stellte Völkerink fest. In Sachen Geschwindigkeit seien die Itzehoer nie in ihren Rhythmus gekommen, Fastbreak-Punkte gelangen ihnen überhaupt nicht. Insgesamt sei die Offensive nicht aggressiv genug gewesen, die Folge waren viele Versuche von der Dreierlinie: Insgesamt 38, von denen aber nur acht ihr Ziel fanden.
Dennoch: „Mit 15 Würfen mehr in eigener Halle muss man eigentlich Basketballspiele gewinnen“, sagte der Coach. Statt dessen gab es eine Trefferquote von unter 30 Prozent „sehr, sehr ärgerliche Niederlage“. Andererseits seien es Dinge, die am ersten Spieltag passieren könnten, er habe viel Nervosität und viele Fehler gesehen. Das müsse nun aufgearbeitet werden, am kommenden Wochenende müsse sich die Mannschaft treffsicherer zeigen.
Und das in zwei Partien: Am Freitagabend, 3. Oktober, steht gleich am zweiten Spieltag das Derby in Wedel an, bereits am Sonntag, 5. Oktober, 17 Uhr, folgt das nächste Heimspiel gegen ProA-Absteiger Vechta. Karten gibt es im Ticketshop auf der Eagles-Webseite (www.eagles-basketball.de).
Eagles: Lucien Schmikale (21, 4 Dreier), Trey McBride (19, 3 Dreier), Finn Fleute (11), Toni Nickel (6, 1 Dreier), Sven Cikara (4), Chris Herget (2), Sydnee Bijlsma (1), Tobias Möller, Jonathan Elzie, Henry Frimpong, Tino Wohltmann, Finley Schlecht.