Itzehoe (anz) – Zwei Heimspiele hatten die Itzehoe Eagles bisher in der BARMER 2. Basketball Bundesliga
verloren – beide unnötig. Wenn es dazu eine Steigerungsform gäbe, müsste sie für die erste Auswärtsniederlage herhalten: Bei den Hertener Löwen unterlagen die Eagles mit 55:58 (14:16, 7:15, 20:11, 14:16).
Die Punkteausbeute sagt alles. „Offensiv ein schwarzer Tag“, stellte Coach Timo Völkerink fest. Dabei sah es am Anfang noch gut aus: Sein Team spielte wie geplant schnell und schien nach sieben Punkten von Finn Fleute beim 9:4 und 11:6 auf dem Weg, früh die Kontrolle zu übernehmen. Das hielt allerdings nur fünf Minuten vor, danach herrschte Dürre im Itzehoer Angriff.
Und zwar in selten gesehener Form: Zwei Minuten vor dem Ende des ersten Viertels traf Sydnee Bijlsma zwei Freiwürfe – die nächsten Punkte gelangen erst fast zehn Spielminuten später Lucien Schmikale per Korbleger. Dass die Gäste dennoch nicht hoch in Rückstand gerieten, lag an engagierter Verteidigung und vielen Fehlwürfen auch auf Seiten des Aufsteigers. Diesen hielten die Eagles zur Pause bei 31 Punkten, selbst hatten sie aber nur 21 Punkte erzielt.
Das dritte Viertel sah eher nach dem aus, was sich die Itzehoer vorgestellt hatten. Schmikale eröffnete es mit einem Dreier, die Intensität in der Defensive wurde noch einmal gesteigert, sodass die Löwen fast nur zu Würfen unter Druck kamen. Allerdings machten die Eagles offensiv weiterhin zu wenig daraus und trafen einfach nicht: „Anders als zuletzt haben wir den Ball besser bewegt und uns etliche gute Würfe erarbeitet“, sagte Völkerink. „Wenn diese dann nicht fallen, müssen wir andere Wege finden zu punkten.“ Das klappte nur sehr eingeschränkt, so stand es vor dem letzten Abschnitt 42:41 für die Gastgeber.
Noch zäher wurde aus Eagles-Sicht der letzte Abschnitt. Zwar übernahmen sie mehrfach kurz die Führung, aber immer nur mit einem Punkt. Zum letzten Mal gelang es knapp drei Minuten vor dem Ende mit der Spielweise, die viel häufiger zu sehen sein sollte: Ballgewinn, schneller Angriff, offener Dreier von Toni Nickel, Treffer zum 52:51. Doch es folgten ein Hertener Korb, ein Schmikale-Ballverlust, noch einmal Punkte der Gastgeber: 55:52 für Herten. Nickel versenkte wieder einen Dreier, aber zu spät: Die Angriffszeit war abgelaufen.
Die Gastgeber trafen einen Freiwurf zum 56:52, dann hätten die Eagles das Spiel fast noch gerettet. Trey McBride punktete trotz Foulspiels und verwertete auch den fälligen Freiwurf: 56:55. Dann klaute er den Einwurf, Schmikale versuchte den Dreier – vorbei. Insgesamt trafen die Itzehoer nur 5 ihrer 31 Versuche von außen. Der letzte war ein Verzweiflungswurf McBrides von der Mittellinie, nachdem die Löwen zwei Freiwürfe verwandelt hatten.
„Die Enttäuschung ist riesig im gesamten Team“, sagte Völkerink. „Wir müssen uns jetzt gemeinsam aus diesem Loch herausspielen.“ Die Gelegenheit gibt es bei zwei Heimspielen binnen sechs Tagen, allerdings ist die erste Aufgabe am Samstag, 8. November, schwer: Zu Gast ist dann der ungeschlagene Tabellenzweite aus Neustadt.
Karten gibt es im Ticketshop auf der Eagles-Webseite (www.eagles-basketball.de) sowie bei der Vorverkaufsstelle am Eagles-Fanshop.
Eagles: Finn Fleute (17, 2 Dreier, 14 Rebounds), Trey McBride (13, 4 Ballgewinne), Lucien Schmikale (8, 2 Dreier), Sydnee Bijlsma (6), Toni Nickel (5, 1 Dreier), Sven Cikara (4, 5 Assists), Tobias Möller (2), Jonathan Elzie, Chris Herget, Tino Wohltmann, Hannes Schmidt, Finley Schlecht.