Itzehoe (anz) - War es das letzte Heimspiel der Saison für die Itzehoe Eagles? Sicher ist: Sie müssen sich gewaltig steigern, um nicht im Playoff-Achtelfinale der BARMER 2. Basketball Bundesliga auszuscheiden. Gegen die Porsche BBA Ludwigsburg setzte es am Condias-Spieltag im Sportzentrum am Lehmwohld eine ernüchternde Niederlage: 78:90 (18:17, 18:21, 15:22, 27:30).
Die Basketball-Akademie des Erstligisten aus Baden-Württemberg musste auf diverse Talente verzichten, die anderweitig im Einsatz waren, nur acht Spieler waren angereist. Sie kassierten fünf schnelle Punkte von Trey McBride, schafften es aber sehr schnell, den Eagles-Schwung zu bremsen. Auf der anderen Seite sei es nicht gelungen, dem Gegner seine Stärken wie das Rebounden zu nehmen, sagte Eagles-Coach Timo Völkerink. Demnach sei die Niederlage verdient.
In einer ausgeglichenen ersten Hälfte kam das Spiel der Gastgeber nicht in den Fluss, wie schon in den Vorwochen. Die Ludwigsburger agierten konstanter, trafen zwar auch nicht besser als die Itzehoer, aber beide Male direkt zum Viertelende von der Dreierlinie. Deshalb führte der Gast zur Pause mit 38:36.
Nach dem Wechsel funktionierte das Teamspiel der Eagles zunächst besser, der Lohn waren gute Abschlüsse am Korb und eine leichte Führung. Doch diese Phase war bald wieder vorbei, die Itzehoer punkteten kaum noch und lagen vor dem letzten Viertel plötzlich mit 51:60 zurück. Danach wuchs der Rückstand sogar bis auf 15 Punkte, und für eine echte Aufholjagd klappte bei den Eagles zu wenig, während die jungen Ludwigsburger ohne größere Wackler dem Auswärtssieg entgegenstrebten.
„Die Enttäuschung ist riesengroß bei allen Beteiligten“, sagte Völkerink. Der Gegner habe zu viele Punkte gemacht, gerade in der zweiten Halbzeit auch zu oft auf einfache Art. „Wir haben einfach keinen defensiven Zugriff gefunden“, stellte der Coach fest. Das zeigte sich auch durch insgesamt 40 Freiwürfe für die BBA, das sei bei einem Spiel in eigener Halle eine Hypothek. Die Itzehoer dagegen gingen in der ersten Halbzeit nicht ein einziges Mal an die Freiwurflinie, ein Indiz für mangelnde Intensivität.
Insgesamt sei der Fehler aber in der Defensive zu suchen, so Völkerink. Zu aggressiv seien die ballführenden Spieler angegangen worden mit der Folge, dass die Eagles im Eins gegen Eins immer wieder das Nachsehen hatten und hinterherlaufen mussten. Eine weitere Pleite in Ludwigsburg am Freitag ist gleichbedeutend mit dem Aus im Achtelfinale und dem Saisonende: „Jetzt geht es darum zu beweisen, dass wir besser sind als Top 16.“
Eagles: Lucien Schmikale (20. 4 Dreier), Toni Nickel (16, 2 Dreier), Trey McBride (13, 1 Dreier, 8
Assists), Finn Fleute (11, 14 Rebounds), Sven Cikara (9, 1 Dreier), Tobias Möller (4), Sydnee
Bijlsma (3), Tino Wohltmann (2), Jonathan Elzie, Chris Herget, Finley Schlecht, Hannes Schmidt.
Niederlage zu Hause:
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