Dägeling/Itzehoe (bg) – Seit über zehn Jahren sucht der Ortsverband Itzehoe des Technischen Hilfswerks (THW) nun schon nach einer neuen Unterkunft. „Die Räumlichkeiten in der Oelixdorfer Straße sind alt und schon sehr stark ausgelastet“, sagte Björn Guericke, der gemeinsam mit seinem Bruder Sven den Vorstand des THW Itzehoe leitet. Mit dem Spatenstich für den Neubau ist der Umzug nun in Sichtweite.
„Wir hätten uns das zwar schneller gewünscht“, so Björn Guericke, „aber im Nachhinein ist es gut, dass wir gewartet haben.“ Denn nun wird das THW Teil des Katastrophenschutzzentrums des Kreises Steinburg in direkter Nachbarschaft unter anderem zur Kreisfeuerwehr und dem Rettungsdienst.
Da der Neubau auf dem Gebiet der Gemeinde Dägeling liegt, hieß Bürgermeister Claus Wilke die Ehrenamtlichen des THW Itzehoe mit einer Flagge der Gemeinde herzlich willkommen.
Kreispräsident Peter Labendowicz dankte in seinem Grußwort vor allem dem Bundestagsabgeordneten Mark Helfrich und dem Kreisdezernenten Hans Treinies für ihren unermüdlichen Einsatz, denn die Genehmigung für den Bau sei nicht ganz einfach gewesen. „Es ist ein großartiger Erfolg, dass das Provisorium nun ein Ende hat“, so Peter Labendowicz. „Ich freue mich, dass wir als Kreis mit der Bereitstellung des Grundstücks unseren Beitrag leisten konnten.“ Den Ehrenamtlichen Helfern des THW sprach er im Namen der ganzen Bevölkerung seinen Dank aus.
„Wir sehen, dass die Menschen solidarisch sind und helfen wollen“, sagte THW-Präsidentin Sabine Lackner, die extra aus Bonn angereist war. „Aber wir müssen mit guter Ausstattung den Anforderungen auch gerecht werden. Die Herausforderungen werden sich verändern und wir werden uns anpassen.“
Bereits im letzten Jahr hatte der Bundestag 2,7 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt, mit denen 200 neue THW-Unterkünfte in ganz Deutschland gebaut werden sollen. Das neue Zentrum des THW Itzehoe soll rund 14 Millionen Euro kosten und zwei Gebäude umfassen. In dem rund 630 Quadratmeter großen Gebäude des Ortsverbandes werden unter anderem ein Werk- und Übungsbraum, ein Geräte- und Materiallager, Umkleide- und Sanitärräume, Unterrichtsräume sowie Zimmer für die Führung des Technischen Zuges eingerichtet werden. Außerdem gehört eine Halle für 18 Fahrzeuge dazu. Die Fachgruppe Trinkwasser wird ein seperates Gebäude mit angrenzendem Carport bekommen. Aktuell sind 97 Ehrenamtliche im THW Itzehoe aktiv, die sich unter anderem um den Hochwasserschutz, das Retten und Bergen von Menschen sowie die Notinstandsetzung und die Trinkwasserversorgung im Katastrophenfall kümmern. Außerdem ist hier einer von drei SEEWA-Standorten (Schnell-Einsatz-Einheit Wasser Ausland) in Deutschland.