Moin Jobfinder

Temporeiche, intensive, aber nicht fehlerlose Partie

Itzehoe Eagles ohne Chance

Itzehoe (anz) – Das war ein missratener Abend für die Itzehoe Eagles. Bei den Dragons Rhöndorf wollten sie ihren dritten Platz in der BARMER 2. Basketball Bundesliga festigen. Statt dessen setzte es eine Klatsche: Der bis dahin Tabellenvorletzte aus Nordrhein-Westfalen siegte deutlich mit 107:88 (21:19, 29:25, 31:17, 26:27).

Eagles-Coach Timo Völkerink hatte einen Gegner erwartet, der im Abstiegskampf alles auf das Feld werfen würde, und so kam es auch. Die Gäste hielten zunächst dagegen, so entwickelte sich sofort eine temporeiche, intensive, aber nicht gerade fehlerlose Partie. Diese brachte einen frühen Dämpfer für die Itzehoer: Chris Herget verletzte sich, versuchte es später zwar noch einmal kurz, musste dann aber passen. Bei seinem Team klappte längst nicht alles, doch ein gut aufgelegter Kapitän Lucien Schmikale trug die Eagles in der ersten Halbzeit. Lücken taten sich immer wieder in der Defensive auf, 50 Gegenpunkte zur Pause waren das Ergebnis bei 44 eigenen Zählern. Mehrfach hatten die Itzehoer auf einen Punkt verkürzt, um dann doch wieder am defensiven Ende das Nachsehen zu haben.

In der zweiten Halbzeit sollte es besser werden – doch heraus kamen 20 Minuten, die im Wesentlichen zum Vergessen waren. Die Eagles waren in allen Belangen ihrem Gegner unterlegen, der gut traf und fast 50 Prozent seiner Dreier versenkte. So bauten die Dragons ihre Führung im dritten Viertel bald auf 20 Punkte aus, während die frustrierten Itzehoer immer wieder mit den Schiedsrichtern haderten und sich insgesamt sechs technische Fouls abholten. Zwei davon gingen auf das Konto von Coach Völkerink, der daraufhin die Halle verlassen musste, vorher aber noch die Gelegenheit ergriffen hatte, Spielzeit an die junge Garde zu verteilen. Das nutzten sowohl Tino Wohltmann als auch Finley Schlecht mit Korberfolgen – und für den 16-jährigen Hashim Bilal bedeutete sein Dreier die ersten Punkte in der ProB.

Eine sehr schlechte Defensivleistung, stellte Völkerink fest. Gegen eine Mannschaft, die in der Regel schlecht werfe, hätten die Eagles zu wenig Zugriff auf die Schützen gehabt. Mehr als 80 Punkte auswärts erzielt, aber 107 kassiert – da habe man verdient verloren. „Wir müssen zusehen, dass wir schnellstmöglich aus unseren Fehlern lernen“, sagte der Coach. Jetzt gelte es, erst einmal Wunden zu lecken angesichts vieler verletzter Spieler – neben Herget trugen auch Sven Cikara und Finn Fleute Blessuren davon. 

Die gute Nachricht: Am kommenden Wochenende haben die Eagles Pause, deshalb haben die Spieler einige Tage frei. Dann gehe es in die Vorbereitung auf das Heimspiel am Samstag, den 7. März, gegen Herten: „Da müssen wir natürlich ein anderes Gesicht zeigen und werden auch jeden Spieler in die Pflicht nehmen.“

Eagles: Lucien Schmikale (31, 6 Dreier), Trey McBride (15, 3 Dreier), Sven Cikara (12, 3 Dreier, 5 Assists), Toni Nickel (9, 7 Rebounds, 5 Assists), Finn Fleute (8, 1 Dreier), Tobias Möller (6), Hashim Bilal (3, 1 Dreier), Finley Schlecht (2), Tino Wohltmann (2), Jonathan Elzie, Chris Herget.

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