Itzehoe (sn) – Für das aktuelle Stück der „Itzehoer Speeldeel“ ist gerade ganz besondere Konzentration und Spannung angesagt. Denn dieses Mal stammt die Komödie op Platt in drei Akten „Smarte Öllern“ („Schlaue Eltern“) aus der Feder einer der Laien-Schauspielerinnen selbst.
Die Idee dazu hatte die Autorin Sarina Hübner (25) beim Essen nach einer Sitzung des Bühnenbundes. Mit Geschäftsführerin Doris Dammann hat sie dies erst „im Scherz als Schnapsidee dahergesagt“, wie sie erzählt. Dann nahm die Idee aber ganz konkrete Formen an. „Erst dachte ich, ich hätte zu wenig Bühnenerfahrung, denn ich bin ja erst seit 2021 dabei“, erzählt sie.
Aber beim Brainstorming kamen sie auf das Thema der „Tücken der Technik“, die ja „oft zum Schmunzeln anregen und etwas sind, das die Meisten kennen.“ So hat sie zu Hause noch am selben Abend die Rohform der ersten zwei Akte geschrieben, „bevor die Selbstzweifel mich aufhalten konnten.“
Nach der Erst- gab es dann eine überarbeitete Zweitfassung, nachdem sie ein wenig Feedback von ihren Mitspielern erhalten hat. „Und plötzlich ist aus der Schnapsidee tatsächlich ein Theaterstück geworden“, freut sie sich.
Auf „professionelles“ Plattdeutsch übersetzt wurde das Stück dann noch von Bühnenleiterin und Schauspielerin Regina Mehlmann, und nun proben sie schon seit Anfang des Jahres in ihrem Theaterraum für die Premiere. An insgesamt drei Terminen wird das Stück im November aufgeführt, daran anschließend noch einmal Anfang kommenden Jahres in Kellinghusen.
Um den Dreiakter fertig zu stellen, hat die Autorin alle Elemente eines niederdeutschen Schwanks darin eingebaut. „Es ist lustig, es gibt Verwechslungen, Verwirrung und auch ein bisschen Action auf der Bühne“, sagt Regisseur Andreas G. Schramm, mit dem zusammen Sarina Hübner das Stück inszeniert.
Zu ihrer Goldenen Hochzeit haben Sibille (gespielt von Heidrun Matthießen) und Frank Knudsen (Rolf Dunker) ein „smartes“ Geschenk erhalten: ein digitales Tablet. Trotz aller Skepsis freunden sich die alten Herrschaften schnell mit dem durchaus praktischen digitalen Helferlein an.
Ein Einbruch das Haus und die Reaktion ihrer Söhne, Student Maximilian Knudsen (Jan-Philip Ahmling) und Anwalt Sebastian Knudsen (Karsten Tiessen), stellt das ganze Familiengefüge auf den Kopf. Das „Smart Home“ wird von Mark Schramm, dem Sohn von Regisseur Andreas Schramm, als „Stimme von to Huus“ gesprochen.
Bei dieser explosiven Mischung sind Fettnäpfchen im wahrsten Wortsinn „vorprogrammiert“. Welche Rolle die neugierige Nachbarin Fräulein Kettler (Regina Mehlmann) dabei spielt und warum schließlich noch ein Polizist (Andreas Schramm) eingreifen muss, das können die Zuschauer in den Aufführungen dann selbst erleben.
Das schlichte, aber wirkungsvolle Bühnenbild dazu wurde nach einem Entwurf der Autorin von Techniker Jens Gosch entwickelt, und Souffleur Manfred Oberländer sorgt dafür, dass auf der Bühne niemand ins Stocken gerät.
Am Freitag, den 22. November, feiert das Stück um 19.30 Uhr Weltpremiere im theater itzehoe. Die weiteren Termine sind am Samstag, den 23. November (15.30 und 19.30 Uhr, theater itzehoe) und am Sonntag, den 16. Februar 2025 (15.30 Uhr, Bürgerhaus Kellinghusen). Karten gibt es an der Theaterkasse (Tel: 04821 670931 oder E-Mail: theaterkasse@itzehoe.de); weitere Infos findet man im Internet (www.itzehoer-speeldeel.de).