Bad Bramstedt (anz) – „Wir haben mit vielem gerechnet, aber nicht damit, beim Thema Energiewende keine Mehrheiten für mehr Solarenergie auf stadteigenen Flächen zu finden“, sagt die SPD-Fraktionsvorsitzende Dipl-Ing. Karin Steffen nach der jüngsten Stadtverordnetenversammlung.
Mit trauter Einigkeit haben die Fraktionen von CDU, Grünen und FDP den Antrag der SPD zurückgewiesen, die Möglichkeit von Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen auf städtischen Flächen prüfen zu lassen. Aus dem Klimaschutzkonzept der Stadt geht hervor, dass der Stromverbrauch in Bad Bramstedt im Jahr 2018 bei etwa 53.000 MWh lag und 26 Prozent der städtischen CO2- Emissionen verursachte. Das wird nun, sechs Jahre später, nicht weniger sein.
Um hier auf Null zu kommen, bedarf es großer Anstrengungen und zugleich sind die Möglichkeiten begrenzt, in Bad Bramstedt erneuerbare Energien zur Stromerzeugung zu nutzen. „Dass nun die wenigen stadteigenen Flächen, die sich für Freiflächen-Photovoltaik anbieten, noch nicht einmal auf ihre Verwendbarkeit geprüft werden sollen, ist wieder mal ein typisches Beispiel dafür, wie Bad Bramstedter Politik nicht sein sollte“, so Karin Steffen. „Neben dem Klima könnten sowohl die Stadtwerke oder aber auch die Stadt selbst davon profitieren. Die Sonne schreibt keine Rechnung, heißt es so schön, günstiger kann man Strom nicht produzieren. Da sollte man alle Möglichkeiten sinnvoll ausschöpfen und die StadtvertreterInnen mit gutem Beispiel vorangehen anstatt sich pauschal zu verweigern.“
Insbesondere die Stadtwerke stehen vor der Herkules-Aufgabe, sich neu ausrichten zu müssen, da der Verkauf von Erdgas ein scheidendes Geschäft und Klimaneutralität der neue Maßstab ist. Ein Teil dieser Neuausrichtung sollen laut der Geschäftsführung neue Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen sein. Umso mehr sorgt die Ablehnung eines entsprechenden Prüfauftrages bei der SPD für verständnisloses Kopfschütteln. „Mit solch fragwürdigen und sachgrundlosen, politischen Entscheidungen wird die Energiewende vor Ort, insbesondere für die Stadtwerke, sicherlich nicht gelingen.“ Foto: SPD Bad Bramstedt
Mut zur Energiewende!
zu den aktuellen Ausgaben
Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass bei der Aktivierung des Magazins eine Verbindung zum Anbieter Yumpu aufgebaut wird und Daten übermittelt werden.
Veranstaltungen