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Ein Licht für den Frieden

Das Friedenslicht in Kellinghusen

Ann-Spohie Schmuhl brachte das Friedenslicht aus dem Linzer Mariendom nach Kellinghusen. © Görke

In dieser Woche stand das Friedenslicht aus Betlehem im Historischen Rathaus. © Görke

Kellinghusen (bg) – Seit nunmehr 39 Jahren wird das Friedenslicht um die Welt getragen, um Licht, Wärme und vor allem den Frieden zu verbreiten. In diesem Jahr kommt es zum ersten Mal auch nach Kellinghusen. 

Entstanden ist die Idee 1986 im österreichischen Linz. Eine Hörerin des ORF – des Österreichischen Rundfunks – wollte allen, die an einer Spendenaktion teilgenommen hatten, mit einem Licht danken. Der damalige Unterhaltungschef des ORF entwickelte daraus die Idee, das Licht aus Betlehem zu holen. Ein Kind sollte das Friedenslicht am Ewigen Licht in der Geburtsgrotte Jesu entzünden, nach Österreich bringen und es dort weitergeben. Die Idee wurde begeistert aufgenommen und schnell zur Tradition. Seit 1989 sind die Pfadfinder an der Aktion beteiligt und tragen das Licht von Österreich aus in die ganze Welt. 

Aufgrund des Krieges in Gaza wurde das Friedenslicht in diesem Jahr von einem Kind aus Betlehem entzündet und zum Flughafen gebracht, von wo aus die brennende Kerze nach Österreich flog. Die Friedenslichtfeier fand am 6. Dezember im Mariendom in Linz statt, zu der Pfadfinder aus über 20 Nationen gekommen waren, um das Licht in Empfang zu nehmen und in ihren Ländern zu verteilen. 

Für Deutschland war Ann-Sophie Schmuhl dabei, die wie ihre Eltern zur Altpfadfindergilde Ehrenritter aus Brokstedt gehört. Sie brachte das Licht zumächst nach Kiel und am Montag weiter nach Kellinghusen. Bis Samstag, den 20. Dezember, steht es dort im Alten Rathaus. Wer möchte, kann mit einer Kerze vorbeikommen, sie am Friedenslicht entzünden und es so mit nach Hause nehmen. 

Am 4. Advent, dem 21. Dezember, erreicht das Friedenslicht auch Itzehoe, wo es während des während des Gottesdienstes in der St. Jakobi-Kirche (Viertkoppel 13, Itzehoe) weitergegeben wird. 

„Auf der ganzen Welt hört man nur von Krieg und Terror“, sagte Bürgermeister Axel Pietsch. „Da war es für uns selbstverständlich, dass wir bei der Aktion mitmachen und so ein Zeichen für den Frieden setzen.“ So bietet die Stadt die Möglichkeit, sich das Licht auch ohne den kirchlichen Rahmen zu holen. 

„Die kleine Flamme ist ein gutes Zeichen für den Frieden“, sagte Pfadfinder Erwin Schmuhl. „Sie bringt Licht und Wärme in die Welt. Allerdings ist sie schwer zu bewahren, braucht Aufmerksamkeit und kann, wenn man nicht aufpasst, auch alles zerstören.“

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