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Architektenvertrag unter Dach und Fach

Die Planungen fürs neue Feuerwehrhaus gehen voran.

Bürgermeisterin Verena Jeske und Architekt Daniel Haarmann unterzeichneten den Vertrag. Foto: Otto

So soll das neue Feuerwehrhaus einmal aussehen. Foto: rw+ Gesellschaft von Architekten mbH

Bad Bramstedt (hot) – Das neue Feuerwehrhaus ist aktuell das größte Bauvorhaben  der Stadt. Der Neubau soll an der Hamburger Straße auf dem Gelände der alten Tankstelle und des Autohauses entstehen. Die Planungen laufen auf Hochtouren. Den Zuschlag  im Architektenwettbewerb hat die rw+ Gesellschaft von Architekten mbH aus Berlin für ihren Entwurf erhalten. Jetzt ist ein wichtiger Schritt in der Planungsphase gemacht: Bürgermeisterin Verena Jeske und Architekt Daniel Haarmann unterzeichneten in der derzeitigen Feuerwache an der Glückstädter Straße 11 den Vertrag.
Geplant ist ein zweigeschossiger Neubau mit roter Klinkerfassade. Sybille Weinmann-Klinkow, Projektmanagerin bei der Stadt, nennt die Grunddaten: Bruttogeschossfläche etwa 3.200
Quadratmeter, Grundstücksfläche rund 11.000 Quadratmeter.  Zum Vergleich: Die jetzige Feuerwache hat eine Grundstücksfläche von 3.600 Quadratmetern. Zuerst waren 16 Stellplätze geplant, nun soll es 18 geben. „Wir haben auch an die Krisenvorsorge gedacht“, sagt Verena Jeske. Und auch die DLRG solle dort ihren Platz finden. „Es war recht schwierig, so ein großes Grundstück in zentraler Lage in Bad Bramstedt zu finden. Das Feuerwehrhaus könne man ja nicht überall hinsetzen“, so die Bürgermeisterin. Als Kosten für den Neubau sind gut 18 Millionen Euro veranschlagt. Zwölf Millionen Euro – also zwei Drittel der Summe – übernehmen Bund und Land im Rahmen der Städtebauförderung.
Die rw+ Gesellschaft von Architekten mbH arbeitet eng zusammen mit dem Landschaftsarchitekten Johannes Kahl aus Rendsburg. Beim Entwurf mussten die Planer mit Fingerspitzengefühl arbeiten.
„Das Gelände ist relativ klein für so ein großes Gebäude, wir haben um jeden Zentimeter gekämpft“, sagt Architekt Daniel Haarmann. „Wir mussten das Gebäude in das Gelände reinwinkeln“, erklärt er. Nun haut es auch mit den zwei Ausfahrten – eine zur Straße und eine Richtung Süden – hin.
Das ist für die Feuerwehr natürlich besonders wichtig. Denn beim Einsatz zählt jede Minute. „Acht Minuten nach dem Alarm müssen wir ausgerückt sein, nach zwölf Minuten müssen wir mit dem Löschen starten“, erläutert Wehrführer Kai Harms die Vorgaben.
„Unnötige Wege darf es da nicht geben“, betont die Bürgermeisterin. Und so sind auch die Räumlichkeiten entsprechend geplant.
Nicht nur bei ihren Einsätzen, sondern auch bei der Planung ihres neuen Domizils ist die Feuerwehr sehr stark engagiert: „Wir haben uns schon mehrere neue Feuerwehrhäuser angeschaut und uns informiert“, sagt Harms. Als nächstes folgen die in Reinbek und Meldorf.
Der besondere Dank der Bürgermeisterin gilt der Projektmanagerin Sybille Weinmann-Klinkow. Sie hat bei der Planung des Feuerwehrhauses „den Hut auf“. Die Firma Codema International aus Hamburg unterstützt bei der Projektsteuerung.
Ganz wichtig ist Verena Jeske, dass die Nachbarn, die am Gelände wohnen, stets gut informiert sind. So hat es im vergangenen Jahr bereits ein Nachbarschaftstreffen gegeben. Und gerade ist ein Schreiben an sie rausgegangen, in dem sie über den aktuellen Stand informiert werden.
Jetzt soll es an die weiteren Planungen gehen. In diesem Jahr im Sommer soll das alte Gebäude abgerissen werden.
„Wenn keine weiteren Krisen kommen, ist für Frühjahr 2025 der erste Spatenstich geplant, im April 2027 soll der Neubau dann fertig sein“, blickt die Bürgermeisterin in die Zukunft.
Für die spätere Nutzung der jetzigen Feuerwache hat Verena Jeske auch schon Ideen.
„Unsere Schulen sind zu klein“, sagt sie. Statt dort anzubauen und zu erweitern, könne dafür doch das jetzige Feuerwehrhaus genutzt werden. Und auch die Stadtbücherei könnte dort ihren Platz finden.

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