Oldendorf (mk) – Das Wetter zeigte sich alles andere als einladend, doch die Oldendorfer Boulespieler ließen sich von den Launen Petrus‘ nicht aus der Ruhe bringen. Mit der schweren Boulekugel in der Hand nutzten sie erstmals die neue Möglichkeit, direkt in ihrer Gemeinde zu spielen. Denn am Dorfgemeinschaftshaus wurde kürzlich eine eigene Boulebahn fertiggestellt.
Trotz des „Schietwetters“ schoben die Boulefreunde unbeirrt ihre Kugeln über die Bahn. Das typische Klirren der Metallkugeln war auch unter der dichten Wolkendecke gut zu hören. Bislang mussten die Oldendorfer zum Boulespielen nach Heiligenstedten oder Kremperheide ausweichen. Umso größer war die Freude über eine eigene Anlage im Ort.
Ermöglicht wurde das Projekt durch den Förderverein Oldendorf. In gemeinsamer Eigenleistung entstand innerhalb weniger Wochen eine zehn mal drei Meter große Bahn, ausgestattet mit Abwurffeld, Spielanleitung und Anzeigetafel.
Wie der Vereinsvorsitzende Nils Ohlfest berichtete, geht die Idee auf den Ortsentwicklungsplan zurück. Eine eigens gegründete Arbeitsgruppe hatte es sich zur Aufgabe gemacht, das Dorfgemeinschaftshaus mit weiteren Angeboten zu beleben – und insbesondere die Generation 60+ äußerte den Wunsch nach einer Boulebahn.
Für den Bau wurde ein Rasenstück hinter dem Dorfgemeinschaftshaus etwa 40 Zentimeter tief ausgehoben. Danach folgten drei unterschiedliche Schotterschichten sowie eine Betonkante, erläuterte Nils Ohlfest.
Bürgermeister Werner Ulferts zeigte sich beeindruckt: „Ein großartiges Projekt“, sagte er – nicht zuletzt, weil es die Gemeinde keinen einzigen Euro gekostet habe.
Die neue Bahn steht nun allen Interessierten offen. Wie sich der Bereich als Treffpunkt für das Dorfleben entwickeln wird, bleibt abzuwarten.
Doch eines hat die regennasse Eröffnung bereits gezeigt: Die Oldendorfer lassen sich vom Wetter nicht bremsen – und der Startschuss für die ersten Partien war trotz des Regens ein voller Erfolg.