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Kurhaustheater kann weiter genutzt werden!

Neue Vereinbarung zwischen Auenlandklinik und Stadt sichert weitere Nutzung des Kurhaustheaters

Die neue Vereinbarung zwischen der Auenlandklinik und der Stadt ist unter Dach und Fach: Damit ist die Nutzung des Kurhaustheaters für die kommenden zwei Jahre gesichert. Foto: Otto

Bad Bramstedt (anz/hot) – Die Kulturliebhaber und Freunde des Kurhaustheaters können aufatmen: Die Nutzung der beliebten Spielstätte ist für weitere zwei Jahre gesichert!
Die erfreuliche Nachricht: Die Stadt Bad Bramstedt und die Auenlandklinik Bad Bramstedt haben eine einvernehmliche Lösung für die weitere Nutzung des Kurhaustheaters gefunden. Nachdem der Hauptausschuss der Stadt der neuen Vereinbarung zugestimmt hat, kann die traditionsreiche Spielstätte auch künftig Bestandteil des kulturellen Lebens in Bad Bramstedt und der Region bleiben.
„Entscheidend war aus meiner Sicht, dass beide Seiten von Anfang an sehr konstruktiv, offen und lösungsorientiert miteinander gesprochen haben. Das gemeinsame Ziel war, das Kurhaustheater als besonderen Ort für Kultur und Begegnung zu erhalten und gleichzeitig den heutigen Rahmenbedingungen Rechnung zu tragen“, betont Swantje Maaß, die neben Bürgermeister Felix Carl, der Verwaltung und der Auenlandklinik als Kulturmanagerin mit in die Verhandlungen eingebunden war. 
Die neue Vereinbarung gilt zunächst für zwei Jahre und schließt ab August nahtlos an den bisherigen Mietvertrag an. Damit ist die weitere Nutzung des Kurhaustheaters zunächst verlässlich gesichert. „Stadt und Auenlandklinik bleiben während dieser Zeit bewusst im engen Austausch, um Entwicklungen auf beiden Seiten berücksichtigen und bei Bedarf flexibel reagieren zu können“, so Maaß. 
Die neue Vereinbarung sei bewusst nicht mehr als klassisches Mietverhältnis gedacht, sondern als partnerschaftliches Nutzungsmodell. „Die Auenlandklinik bleibt Hausherrin und Betreiberin der Immobilie. Die Stadt erhält für eine festgelegte monatliche Pauschale ein Nutzungskontingent für das Kurhaustheater und koordiniert innerhalb dieses Kontingents die kulturelle Nutzung“, sagt Swantje Maaß.
Vorgesehen ist demnach ein monatliches Kontingent von zwölf Nutzungen. Darunter können unterschiedliche Formate fallen, etwa Kulturveranstaltungen, Kinoangebote, Vereinsveranstaltungen, Vorträge, Bildungsangebote, Proben oder auch Nutzungen des Foyers. „Es handelt sich also nicht ausschließlich um klassische Theateraufführungen, sondern um einen flexiblen Rahmen, der unterschiedliche kulturelle und gesellschaftliche Angebote ermöglichen soll“, sagt Maaß.
Ein wichtiger Gedanke sei dabei ausdrücklich, lokalen Kulturakteuren, Vereinen, Initiativen und weiteren Veranstaltern weiterhin Zugang zu dieser Spielstätte zu ermöglichen. Die Stadt könne das Kontingent selbst nutzen, im Vordergrund stehe aber, dass gerade diese oftmals ehrenamtlich getragenen Strukturen unterstützt werden. Dazu gehöre nicht nur die Möglichkeit, das Theater zu nutzen, sondern auch die begleitende Unterstützung durch Marketing- und Werbemaßnahmen der Stadt für Veranstaltungen innerhalb dieses Nutzungskontingents.
„Die Stadt zahlt künftig keine klassische Miete für einen vollumfänglichen Theaterbetrieb, sondern eine festgelegte Pauschale für das vereinbarte Nutzungskontingent. Damit entsteht eine deutlich kalkulierbarere Struktur als bisher. Genau dieser Punkt war in den Gesprächen wichtig, weil die Stadt angesichts der Haushaltslage eine Lösung benötigt, die kulturelle Nutzung weiterhin ermöglicht, aber zugleich finanziell verantwortbar bleibt“, so die Kulturmanagerin. 
Durch das neue Modell verändere sich auch die Rolle der Stadt, sagt Swantje Maaß. Im Mittelpunkt stehe künftig weniger ein klassischer eigener Theaterbetrieb, sondern stärker die Koordination, Ermöglichung und Unterstützung von Veranstaltungen. „Die damit verbundenen Aufgaben werden derzeit organisatorisch betrachtet. Ziel ist es, die künftige Kulturarbeit insgesamt sinnvoll aufzustellen und das Kurhaustheater als einen Baustein in das gesamtstädtische Kulturkonzept einzubinden.“
Darüber hinaus werden nun Gespräche mit der Initiative „Freunde des Theaters“ aufgenommen. „Dabei soll gemeinsam geschaut werden, wie das dort vorhandene Engagement sinnvoll in die künftige Nutzung und Weiterentwicklung des Theaters eingebunden werden kann.“
Dr. Stephan Engels de Rey, geschäftsführender Gesellschafter der Auenlandklinik, hat sich dem Thema persönlich angenommen und den Dialog aktiv begleitet. Für ihn stand von Beginn an fest, dass wirtschaftliche Verantwortung und gesellschaftliches Engagement zusammengehören.
„Kultur darf gerade in wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten nicht zum Verlierer werden. Gleichzeitig haben wir großes Verständnis für die finanzielle Situation der Stadt Bad Bramstedt. Unser gemeinsames Ziel war deshalb eine Lösung, die beide Seiten trägt: die Stadt zu entlasten und gleichzeitig das Theater als wichtigen kulturellen Begegnungsort für Patientinnen und Patienten, Mitarbeitende und die Menschen der gesamten Region zu erhalten. Wenn wir als Klinik dazu einen Beitrag leisten können, übernehmen wir diese Verantwortung gerne“, erklärt Dr. Stephan Engels de Rey.
Auch Bürgermeister Felix Carl betont die Bedeutung der gemeinsamen Lösung: „Der Beschluss des Hauptausschusses ist ein wichtiges Signal für die Kultur in Bad Bramstedt. Das Kurhaustheater bleibt als Spielstätte erhalten und kann künftig in ein breiter gedachtes Kulturkonzept eingebettet werden. Mein besonderer Dank gilt der Auenlandklinik für den freundschaftlichen, offenen und konstruktiven Austausch und die Bereitschaft, gemeinsam Verantwortung für diesen besonderen Ort zu übernehmen.“
Für die Auenlandklinik besitzt das Theater seit vielen Jahren einen besonderen Stellenwert. Es ist nicht nur Veranstaltungsort für kulturelle Formate, sondern auch ein Ort der Begegnung, der Gemeinschaft und der Inspiration – für Patientinnen und Patienten, Mitarbeitende sowie zahlreiche Besucherinnen und Besucher aus Bad Bramstedt und der gesamten Region. Die Auenlandklinik versteht Kultur dabei als wichtigen Bestandteil eines ganzheitlichen Gesundheitsverständnisses: Musik, Theater, Lesungen und kulturelle Veranstaltungen schaffen positive Erlebnisse und leisten einen wertvollen Beitrag zum Wohlbefinden der Menschen. 
Die nun erzielte Einigung unterstreicht den gemeinsamen Willen aller Beteiligten, auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten Verantwortung zu übernehmen und partnerschaftliche Lösungen zu entwickeln. Stadt und Auenlandklinik freuen sich darauf, das Kurhaustheater auch künftig gemeinsam mit weiteren Partnerinnen und Partnern als lebendigen kulturellen Treffpunkt für Bad Bramstedt und die Region weiterzuentwickeln.
"Der Erhalt des Kurhaustheaters ist eine gute Nachricht für Bad Bramstedt. Das Kurhaustheater bleibt ein Ort für Kultur, Begegnung und Gemeinschaft und damit ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens unserer Stadt. Dieses Ergebnis entspricht dem politischen Ziel, das der Kulturausschuss in den vergangenen Jahren konsequent verfolgt hat. Bereits mit der Einrichtung des ,Runden Tisches Theater‘ hat die Stadt deutlich gemacht, dass die Zukunft des Kurhaustheaters nurdurch Zusammenarbeit von Politik, Verwaltung, Theaterverein und Eigentümer gesichert werden kann. Diese Grundüberzeugung hat sich nun bestätigt“, sagt Ina Koppelin (FDP), Vorsitzende des Kulturausschusses.
Ihr besonderer Dank gilt den vielen Bürgerinnen und Bürgern, die sich mit großem persönlichen Engagement für den Erhalt des Kurhaustheaters eingesetzt haben. „Ebenso danke ich der Auenlandklinik für ihre Bereitschaft, gemeinsam mit der Stadt nach Lösungen zu suchen und schließlich eine tragfähige Vereinbarung zu ermöglichen. Dieses Ergebnis zeigt, dass Dialog und
gegenseitiges Vertrauen erfolgreicher sind als vorschnelle Entscheidungen.“ Ausdrücklich begrüßt Ina Koppelin, dass die zwischenzeitlich vertretene Auffassung der Stadtverwaltung, eine weitere Nutzung des Kurhaustheaters durch die Stadt komme nicht mehr in Betracht, nicht aufrechterhalten worden sei. „Es war notwendig, immer wieder deutlich zu machen, dass auch unter schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen nach Lösungen gesucht werden muss, bevor
ein bedeutender Kulturstandort aufgegeben wird. Die vergangenen Monate haben gezeigt, wie groß die Bedeutung des Kurhaustheaters für unsere Stadt ist. Das außergewöhnliche Engagement der
BürgerschaB sowie zahlreicher Kulturschaffender hat eindrucksvoll bewiesen, dass das Kurhaustheater weit mehr ist als ein Veranstaltungsort – es ist ein Stück IdenDtät Bad Bramstedts.
Der jetzt erzielte Kompromiss ist deshalb ein gemeinsamer Erfolg. Er zeigt, dass Beharrlichkeit, Gesprächsbereitschaft und die Zusammenarbeit aller Beteiligten zu guten Ergebnissen führen können. Darauf sollten wir auch künftig aufbauen. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, das Kurhaustheater langfristig als kulturellen Mittelpunkt unserer Stadt zu sichern“, so Koppelin. 
 

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