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Zero Waste Itzehoe plant Bürgertreff

Verein hat für mehrere Projekte eine Förderung bekommen

Der Vorsitzende von Zero Waste Itzehoe, Tobias Jepp, freut sich über Förderzusagen, um vor allem bauliche Projekte zu realisieren. Foto: Schreiber

Itzehoe (sn) – Noch sieht es ein wenig aus wie eine Baustelle, aber demnächst sollen hier mehrere Räume für verschiedene Projekte entstehen und in neuem Licht erstrahlen. Die Umwelt- und Nachhaltigkeitsinitiative „Zero Waste Itzehoe e. V.“, die sich einer nachhaltigen Abfallwirtschaft ohne das Aufkommen von Müll verschrieben hat, hat jetzt für mehrere Projekte jeweils eine Förderung erhalten. Diese erlaubt es dem Verein, sie auch konkret in die Praxis umzusetzen. Es handelt sich dabei um rein bauliche Vorhaben.
Der Vorsitzende Tobias Jepp erläutert: „Wir wollen neben unseren eigenen Vereinsräumen gerne einen Ort für alle Menschen schaffen, an dem diese sich zwanglos treffen können. Denn Itzehoe fehlt bis heute ein Bürgerhaus.“ Um dem zumindest nahe zu kommen, hat der Verein seit April vergangenen Jahres in der Bahnhofstraße etwa 300 Quadratmeter angemietet, um dort ein „Nachhaltigkeitszentrum mit Bürgertreff“ aufzubauen und weiterzuentwickeln. 
Die Lage mit direkter Anbindung an den ÖPNV (Bahn und Bus) sei „ideal, um dort über kurze Wege Menschen aus dem ganzen Kreis Steinburg miteinander zu vernetzen.“ So kann etwa der „Leihladen“ schon bald mit seiner Ausgabestelle dorthin umziehen Dort kann man kostenlos ungefähr 400 Alltagsgegenstände wie Werkzeug, Gartengeräte, Küchenutensilien und vieles mehr ausleihen. „Bevor wir die Räume jedoch ganz nach unseren Vorstellungen nutzen können, wollen und müssen wir noch einige Umbaumaßnahmen durchführen“, sagt der Vorsitzende.
Dies sind im Kern drei Räumlichkeiten, die zunächst fertig gestellt werden sollen. Eine Küche soll als „Herz der Vereinsräume“ entstehen, hinzu soll noch eine barrierefreie Toilette kommen, „um allen Menschen die Teilhabe zu ermöglichen“, und es sollen notwendige Brandschutzmaßnahmen umgesetzt werden. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf insgesamt etwa 82 000 Euro. „Dieses Finanzvolumen können wir nur mit Hilfe unserer Fördergeldgeber stemmen.“
Gefunden hat der Verein drei Fördermittelgeber. Nach vielen einzuhaltenden Formalien, Fristen und Nachfragen lägen jetzt alle Förderzusagen vor, freut sich der Vorstand. So hilft etwa die AktivRegion Steinburg bei der Finanzierung der Küche, die gerade eingebaut wird. „Die Bingo-Projektförderung wird bei den Brandschutzmaßnahmen unterstützen und das Land Schleswig-Holstein fördert aus dem Förderfonds Barrierefreiheit einen großen Teil der barrierefreien Toilette“, freut sich Tobias Jepp.
„Jetzt warten wir nur noch auf die schnelle Zusage aller Handwerksfirmen“, so der Vorsitzende. „Hierbei mussten wir allerdings schon feststellen, dass die Auftragsbücher mitunter sehr voll sind.“ So kommt es auch da zu Wartezeiten. Geduld sei daher eine sehr wichtige Voraussetzung, wenn ein gemeinnütziger Verein ein solches Projekt startet. „Doch uns ist es sehr wichtig, etwas für die Region zu tun, weshalb wir Durchhaltevermögen beweisen.“
Damit die laufende Finanzierung der Vereinsräume nicht zum Selbstzweck des Vereins wird, freuen sie sich auch weiterhin immer über Spenden und mögliche Sponsorenanfragen, wie er sagt. Informationen über die Vereinsarbeit findet man online (www.zero-waste-itzehoe.de).
 

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