Itzehoe (mk) – Großer Erfolg für das Regionale Berufsbildungszentrum (RBZ) Steinburg: Ein Team des Beruflichen Gymnasiums hat beim Landesfinale der „StartUp Challenge Schleswig-Holstein“ an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) Kiel den ersten Platz belegt. Die Schüler Joelina Mühlich, Maxim Bade, Finjo Wollin, Milas tho Seeth und Linnea Meinert überzeugten die Jury mit ihrer Geschäftsidee „Leoguard“ – einem smarten Trainingsshirt für Sportler.
„Das Shirt ist mit Sensoren ausgestattet, die während des Trainings wichtige Vitaldaten wie Herzfrequenz, Puls und Körpertemperatur messen“, erklärten die Erfinder ihre Geschäftsidee. Die Daten werden über ein im Nackenbereich eingenähtes Mainboard in Echtzeit über eine App an Trainer übermittelt, sodass Belastungen besser kontrolliert und gesundheitliche Risiken schneller erkannt werden können.
Die Idee entstand ursprünglich aus dem Gedanken heraus, ein wärmendes Funktionsshirt zu entwickeln. Schnell wurde jedoch klar, dass die Technik vor allem dazu beitragen könne, Sport sicherer zu machen. „Gerade bei Kontaktsportarten wie Fußball oder Handball dürfen Sportler keine Smartwatches oder Fitness-Tracker tragen – hier setzt das Trainingsshirt an“, betonte Maxim Bade.
Mit ihrer innovativen Idee gewannen die Jugendlichen ein von den Volksbanken und Raiffeisenbanken zur Verfügung gestelltes Preisgeldes in Höhe von 3 000 Euro. „Das haben wir aufgeteilt“, sagte Linnea Meinert. Ein Teil des Geldes soll beispielsweise für Urlaub oder den Führerschein verwendet
werden.
Ob aus der Idee tatsächlich einmal ein Produkt wird, ist noch offen. Unterstützung kommt jedoch von der HAW Kiel: Projektleiter Kay Poggensee bot dem Team an, kostenlos Kontakt zu einem Patentanwalt herzustellen.
Für das RBZ Steinburg ist der Erfolg bereits der dritte Landessieg in Folge bei der „StartUp Challenge“. „Ein Hattrick“, wie Bernd Krohn, Landeskoordinator der „StartUp Challenge“, erfreut feststellte.
Aber auch ein zweites Team der Schule war erfolgreich: Die Gruppe „Safe Print“ belegte mit ihrer Idee für ein Fingerabdruck-Schloss für E-Roller den sechsten Platz.
Beim Landesfinale präsentierten insgesamt 16 Teams aus ganz Schleswig-Holstein ihre Geschäftsideen vor einer Jury aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.