Itzehoe (anz) – Ein letztes Aufbäumen war nicht erfolgreich, die Saison der Itzehoe Eagles in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ist beendet. Bei der Porsche BBA Ludwigsburg verloren sie auch das zweite Playoff-Achtelfinale mit 63:69 (15:12, 13:18, 16:19, 19:20).
In der ersten Partie hatten die Itzehoer dem Gegner 40 Freiwürfe verschafft, ein entscheidender Faktor für die 78:90-Niederlage. Beim zweiten Spiel in Baden-Württemberg schafften sie es, dass die Basketball-Akademie nur elf Freiwürfe erhielt – ein Zeichen für die deutlich verbesserte Defensive der Eagles. Die Gegenspieler wurden auf dem Weg zum Korb häufig gestoppt, Würfe wurden schwer gemacht und gingen deshalb oft daneben. Aber: In der eigenen Offensive hatten die Gäste ebenfalls Probleme mit der gegnerischen Verteidigung und ließen zudem einige gute Chancen liegen. So fiel die Führung nach dem ersten Viertel nur knapp aus.
Ganz ähnlich ging es weiter, und als neben Finn Fleute auch Toni Nickel im Angriff ins Spiel kam, setzten sich die Eagles etwas ab. Aber nicht lange, einige Fehler nutzten die Gastgeber, um wieder aufzuschließen. Und während die Itzehoer nichts mehr trafen, saßen nach vielen Fehlversuchen bis zu diesem Punkt nun zwei Dreier der Ludwigsburger, die mit einem 30:28 in die Pause gingen.
Nach der Halbzeit blieb die Partie eng und umkämpft. Toni Nickel mit zwei Dreiern und Chris Herget holten jeweils die Führung für die Eagles, die nach einfachen Ballverlusten aber wieder ins Hintertreffen gerieten: 44:49 vor dem letzten Abschnitt.
In diesem sah es düster aus, als der Rückstand bis auf 13 Punkte wuchs, doch wieder waren es die beiden besten Itzehoer, die ihr Team noch einmal heranbrachten: Dreier von Nickel und Fleute sorgten für das 58:62. Lucien Schmikales erste Punkte im Spiel brachten das 60:62, aber dann: Ein wichtiger Defensivrebound ging verloren, in letzter Sekunde der Angriffszeit traf Ludwigsburg einen Dreier. Vorne gelang nichts mehr, das Ausscheiden war perfekt.
Und zwar zurecht, sagte Eagles-Coach Timo Völkerink. Die Basketball-Akademie habe zweimal eine tolle Leistung gezeigt, auch wenn es von der eigenen Mannschaft ein anderes Spiel als im ersten Aufeinandertreffen gewesen sei: „Wir waren zu jeder Zeit da. Allerdings hat uns offensiv einfach das Wurfglück gefehlt.“ Die Qualität der Würfe, die herausgespielt wurden, sei auch nicht gut genug gewesen.
Völkerink, der das Amt des Headcoaches an Max Rockmann übergibt, dankte seinem Team und sprach ihm ein „Riesenkompliment“ aus: „Jede Trainingseinheit hat Spaß gemacht.“ Leider sei es nicht gelungen, aus dem Potenzial das Maximale herauszuholen – dafür übernehme er die Verantwortung. Trotzdem sei es immer wieder gelungen, schönen Basketball zu spielen und verdient das Heimrecht für die Playoffs zu sichern. „Leider ist das Loch, in das wir gerade im Saisonendspurt gefallen sind, zu tief gewesen, wir konnten uns nicht herausarbeiten“, so Völkerink. Doch ein nicht geringer Teil der Mannschaft werde bleiben, darauf lasse sich aufbauen. „Manchmal
muss man erstmal Schmerz erfahren, um stärker zurückzukommen“, stellte er fest. Genau das sehe er in dem Team.
Eagles: Finn Fleute (22, 2 Dreier, 11 Rebounds), Toni Nickel (20, 4 Dreier), Trey McBride (10, 1 Dreier, 7 Assists), Lucien Schmikale (5, 1 Dreier), Chris Herget (2), Sydnee Bijlsma (2), Tobias Möller (2), Sven Cikara, Jonathan Elzie, Finley Schlecht, Tino Wohltmann.