Itzehoe (anz) – Kürzlich haben sich zwölf CDU-Mitglieder zusammengetan, um den Landesverband Schleswig-Holstein der Klimaunion im IZET in Itzehoe zu gründen. Die Teilnehmer waren Vertreter aus dem Bundestag, dem Landtag, von Kreistagen, der Verwaltung und Bürgermeister. Der Bundestagsabgeordnete und Klimaunion Bundesvorstand Mark Helfrich gab bei seinen Grußworten einen Überblick der Aktivitäten der Klimaunion auf Bundesebene. Nicht unerwähnt blieb die Erklärung gegen Erdgasgroßkraftwerke, der KU Nordländer, die in Kiel unterzeichnet wurde.
Der CDU-Kreisvorsitzende Heiner Rickers wies in seinen Grußworten auf die Bedeutung Schleswig-Holsteins bei der Entwicklung der Erneuerbaren Energien hin und kündigte seinen Beitritt in die Klimaunion an.
Die CDU-Landtagsfraktion grüßte über Andreas Hein, der auf die Bedeutung der Landwirtschaft für die Versorgung mit Energie hinwies. Landwirte mit Ihrer nachhaltigen Wirtschaftsweise waren und sind traditionelle Versorger von Energie, deren Bedeutung weiter zunehmen wird.
Einstimmig wurden als Vorstand Claus-Heinrich Stahl, Neuendorf, als Co-Vorstand Christian Saul, Süderau, als stellvertretender Vorstand ist Martin Lass, Tüttendorf und als Medienbeauftragter wurde Björn Sander, Kiel von den stimmberechtigten Anwesenden gewählt.
Bei der Vorstandsarbeit kristallisierten sich in der Diskussion unmittelbar nach der Wahl für die Vorstände folgende Arbeitsschwerpunkte heraus:
Claus-Heinrich Stahl will sich um die dezentrale Kraftwärmekopplung im Land kümmern, die neben dem starken Ausbau von Windkraft und PV seiner Meinung nach zu kurz gekommen ist. „Dezentrale Erzeugung ist der Schlüssel für eine resiliente Energieversorgung“, so Stahl.
Christian Saul setzt sich besonders für den Aufbau von mit grünem Strom versorgter Ladeinfrastruktur ein, um die Elektromobilität voranzubringen.
Wir haben Strom genug im Land, um den importierten fossilen Kraftstoff für den Straßenverkehr komplett zu ersetzen“, so Saul.
Das Steckenpferd von Martin Lass ist die Dekarbonisierung des Wärmemarktes. Er stellte verschiedene Konzepte für die Finanzierung von Wärmenetzen vor. „Die Landesinstrumente für die Finanzierung von Wärmenetzen müssen nachgeschärft werden“, so Lass.
In der Diskussion um die Ausgestaltung der Wärmeplanung in den Gemeinden wurden die Herausforderungen deutlich. Wärmenetze sind sehr langfristige Vorhaben, die sich erst nach sehr vielen Jahren rentieren. Vorbild kann grundsätzlich der Breitbandausbau im Kreis Steinburg sein.
Die Wärmepumpe entwickelt sich technologisch sehr dynamisch und kann in einzelnen Liegenschaften oder am Wärmenetz eingesetzt werden. Dabei muss auf die Entwicklung der Stromnetzentgelte geachtet werden; lokale Biomasse kann sich deshalb vorteilhaft entwickeln.
Landesverband der Klimaunion gegründet
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