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Jugendgesundheitstage beim Kreis

Aufklärung zu Prävention und Hilfsangeboten

Rund 400 Schüler besuchten die Jugendgesundheitstage des Kreises Steinburg. © Görke

Gesundes Essen kann auch lecker sein. Zu den Jugendgesundheitstagen durften die Schüler frisch zubereitetes Obst und Gemüse probieren. © Görke

Wie gut sind eigenen Augen und Ohren wirklich? Beim Seh- und Hörtest konnten die Schüler ihre Fähigkeiten überprüfen lassen. © Görke

Itzehoe (bg) – Und 400 Schüler der 8. Klassen aus sieben Schulen im Kreis Steinburg besuchten in dieser Woche die Jugendgesundheitstage. Bereits zum 17. Mal hatte das Gesundheitsamt des Kreises Steinburg eingeladen, um den Jugendlichen Einblicke in unterschiedliche Bereiche rund um die Themen Vorsorge und Gesundheit zu geben. 

So hatten die Schüler unter anderem die Chance, an Seh- und Hörtests teilzunehmen, gesunde Snacks zu probieren und in einer Schwarzlicht-Kammer zu sehen, wo sich Plaque ansammelt und welchen Effekt Zähneputzen hat. Ziel der Gesundheitstage sei es, die Schüler zu informieren und ihnen die Bedeutung der Prävention nahe zu bringen, sagte Sonja Wilke, Leiterin des Gesundheitsamt. Natürlich wüssten die Jugendlichen, dass man seine Zähne putzen soll oder dass eine Gurke gesünder ist als eine Tafel Schokolade. „Aber es ist trotzdem ein Unterschied, den Effekt selbst zu sehen oder zu erleben, dass frisches Obst und Gemüse auch lecker sein können.“

Neben sehr praktischen Stationen im Gesundheitsamt gehörte auch eine kleine Messe im Kreistagssaal zum Programm. Dort konnten die Schüler ins Gespräch kommen mit unterschiedlichen Institutionen, die sich besonders auf Hilfsangebote konzentrierten. So informierte die Polizei zum Beispiel über Zivilcourage und darüber, wie man im Notfall helfen kann oder wie wichtig Zeugenaussagen sind. Auch der Verein „Der Weiße Ring“ informierte über seine Arbeit im Opferschutz.

Das Klinikum Itzehoe war mit einem Stand zum Thema Übergewicht und gesunder Ernährung vor Ort sowie mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Bei einem Quiz konnten die Schüler schätzen, wie viel Zucker in unterschiedlichen Lebensmitteln enthalten ist. Besonders die Menge im Ketchup sorgte dabei immer wieder für Überraschungen. Außerdem lernten sie unterschiedliche „Skills to go“ kennen, kleine Möglichkeiten Stress zu regulieren, bevor sich dysfunktionale Verhaltensstrategien entwickeln, die bis zu Drogenmissbrauch oder Selbstverletzung führen können. 

Bei der Suchtberatung der AWO informierte Elaine Palan besonders über Glückspiel- und Mediensucht und klärte über die Gefahren auf. Die Suchtprävention des Kreises konzentrierte sich dagegen auf Nikotinprodukte und Vapes, die aufgrund von süßen Geschmacksbeigaben besonders für Jugendliche attraktiv sind. Außerdem stellte das „Blaue Kreuz in der Evangelischen Kirche“ (BKE) ihre Jugendgruppe „Offenes Ohr“ vor. Die Selbsthilfegruppe konzentriert sich besonders auf das Thema Alkoholismus, entweder in der Familie oder bei jungen Leuten selbst. 

Die Beratungsstelle pro familia informierte dagegen über Sexualität und Verhütung sowie die sexuelle, amouröse geschlechtliche Vielfalt, zu der unter anderem Themen wie Homosexualität gehört. Wichtig sei es für die Jugendlichen besonders, eine Sprache zu finden, mit der sie ausdrücken können, was ihre Wünsche und Bedürfnisse, aber auch ihre Grenzen sind. Außerdem wurde das Thema der sexuellen Gewalt gegenüber Kindern und Jugendlichen angesprochen mit dem Hinweis auf das Projekt „Löwenherz“, wo Betroffene, Freunde und Familienangehörige Hilfe finden (www.profamilia.de/itzehoe-fachstelle). 

Als letzten Programmpunkt auf den Jugendgesundheitstagen lernten die Schüler in einem Kurs des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Grundlagen der Ersten Hilfe kennen.

„Das Angebot wird von den Schulen sehr gut angenommen“, freute sich Lisann Ziegler von der Abteilung für Gesundheitsförderung und Prävention beim Gesundheitsamt.  Insgesamt hatte jede Klasse rund zwei Stunden Zeit für ihren Rundgang.

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