Itzehoe (anz) – Mit dem Frauennetzwerk “Frizi” ist ein neues, offenes Netzwerk für Frauen und FLINTA*-Personen entstanden. Gegründet wurde “Frizi” von Laura Spelz, städtische Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Itzehoe, und Alica Fink. Ziel des Netzwerks ist es, Frauen in unterschiedlichen Lebenslagen miteinander zu verbinden und einen niedrigschwelligen Raum für Austausch, Begegnung und gegenseitige Unterstützung zu schaffen.
“FLINTA*” steht für Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nicht-binäre, trans und agender Personen. Der Begriff beschreibt Personengruppen, die aufgrund ihres Geschlechts oder ihrer geschlechtlichen Identität gesellschaftlich benachteiligt werden.
“Frizi” richtet sich an Frauen und FLINTA*-Personen aus Itzehoe und der Umgebung – unabhängig von Alter, Herkunft, Beruf oder Lebenssituation. Angesprochen sind sowohl berufstätige und selbstständige Frauen als auch Mütter, Studierende, Frauen in Elternzeit, im Ruhestand oder in Phasen persönlicher oder beruflicher Veränderung. Dabei versteht sich “Frizi” ausdrücklich nicht als Projekt mit Leistungs- oder Beteiligungspflicht, sondern als offenes Angebot: Wer Ideen einbringen möchte, ist ebenso willkommen wie diejenigen, die einfach reinschnuppern oder neue Kontakte knüpfen wollen.
Im Unterschied zu vielen bestehenden Frauennetzwerken, die einen klaren Schwerpunkt auf Politik, Wirtschaft oder Karriere legen, ist “Frizi” bewusst breiter aufgestellt. Das Netzwerk ist weder hierarchisch organisiert noch institutionell gebunden. Im Mittelpunkt stehen persönliche Begegnungen, Inspiration und Vernetzung auf lokaler Ebene. Titel, Funktionen oder Mitgliedschaften spielen dabei keine Rolle.
„Ein solches Angebot hat es in Itzehoe bislang nicht gegeben. Die enorme Nachfrage und das große Interesse zeigen, dass wir mit ‘Frizi’ einen Nerv getroffen haben“, so Laura Spelz.
Ein wichtiger Impuls für Identität und Außenwirkung des Netzwerks stammt von Anne Vogt, Itzehoer Grafikdesignerin, Namensgeberin von “Frizi” und kreative Visionärin des Projekts. Sie hat dem Netzwerk nicht nur seinen Namen gegeben, sondern auch das visuelle Erscheinungsbild maßgeblich geprägt.
Dass “Frizi” ein Netzwerk ausschließlich für Frauen ist, ist eine bewusste Entscheidung. Die Initiatorinnen sehen darin die Möglichkeit, einen geschützten Raum zu schaffen, in dem Erfahrungen geteilt und Themen angesprochen werden können, die in gemischten Kontexten oft keinen Platz finden. Kooperationen mit anderen Initiativen und Netzwerken sind dabei nicht ausgeschlossen, “Frizi” versteht sich jedoch nicht als politisches oder institutionelles Angebot, sondern als Ergänzung zur bestehenden Netzwerkarbeit in der Region.
Organisiert ist “Frizi” bislang basisorientiert und bewusst unkompliziert. Es gibt keinen Verein und keine formelle Mitgliedschaft. Veranstaltungen und Formate entstehen aus Initiative – sowohl durch die Gründerinnen als auch durch Frauen aus dem Netzwerk selbst. Wie sich “Frizi” weiterentwickelt, bleibt offen und soll sich aus den Bedürfnissen und Ideen der Beteiligten ergeben.
Dass der Bedarf für ein solches Angebot vorhanden ist, zeigte bereits das erste ausgebuchte Netzwerktreffen im Oktober vergangenen Jahres im Kreismuseum Prinzesshof. „Die Auftaktveranstaltung war für uns ein voller Erfolg. Die vielen positiven Rückmeldungen haben uns gezeigt, wie groß das Interesse ist. Das motiviert uns und macht Lust auf mehr“, so Alica Fink.
Das nächste Treffen des Frauennetzwerks “Frizi” findet am Samstag, den 7. Februar, im Haus der Jugend in Itzehoe statt. Eine Anmeldung ist per E-Mail möglich (E-Mail: gleichstellungsbeauftragte@itzehoe.de)