Moin Jobfinder

Dominante zweite Hälfte

Itzehoe Eagles besiegen Herten

Itzehoe (anz) – Die erste Halbzeit erinnerte unangenehm an das Hinspiel. Die zweite Hälfte aber nicht mehr, deshalb haben die Itzehoe Eagles ihr Heimspiel gegen die Hertener Löwen in der BARMER 2. Basketball-Bundesliga sicher gewonnen. Am Pano-Spieltag siegten sie vor voller Halle und den Augen der Kieler Innenministerin Magdalena Finke mit 75:57 (16:17, 18:16, 21:12, 19:12).

Optimal waren die Voraussetzungen nicht für die Gastgeber: Neben Chris Herget (Oberschenkel) fehlte kurzfristig auch Center Tobias Möller nach einer Ellbogenverletzung aus dem Training. Aber es gab auch gute Nachrichten: Nicht nur Sydney Bijlsma gab nach seinem Mittelfußbruch sein Comeback, erstmals konnte auch Luca Merkel für die Eagles auflaufen. Der 22-Jährige hatte sich noch vor Saisonbeginn schwer an der Schulter verletzt, im letzten Viertel erlebte er endlich seine ersten Minuten auf dem Feld.

Die Itzehoer wollten nicht nur nach zuletzt zwei Niederlagen wieder in die Spur finden, sondern sich auch für die 55:58-Pleite im Hinspiel in Herten revanchieren. Zunächst lief die Partie aber nach den Wünschen der Löwen, sie spielten ihren langsamen und kontrollierten Basketball, nur vereinzelt gelang es den Eagles, ins Tempo zu kommen. Mit einem Dreier in der Schlusssekunde des ersten Viertels holten sich die Gäste die Führung und bauten diese im zweiten Abschnitt bis auf 29:20 aus.

Doch die Eagles steigerten sich, verteidigten stark und setzten nun auch einige gelungene Offensivaktionen. Kapitän Lucien Schmikale war es vorbehalten, dem Gegner an seinem eigenen Korb den Ball zu klauen und per Korbleger trotz Foulspiels die Führung zurückzuerobern. Trey McBride legte nach, doch erneut punktete Herten in der letzten Sekunde aus der Distanz zum 34:33-Halbzeitstand für die Eagles.

Die zweite Hälfte brachte einen Traumstart. Bislang hatten die Gastgeber schlecht getroffen, aber nun versenkten Schmikale und Toni Nickel sofort zwei Dreier – bereits nach 44 Sekunden nahmen die Gäste eine Auszeit. Diese änderte zunächst nichts, erneut traf Schmikale für die Eagles und machte den Vorsprung zweistellig. In einer Phase, die an die erste Hälfte erinnerte, kam Herten noch einmal bis auf drei Punkte heran, aber noch im dritten Viertel fanden die Eagles wieder ins Spiel. Mit einem 55:45 ging es in die letzten zehn Minuten. Nun hatte Herten keine Chance mehr, denn die Verteidigung der Eagles ließ erst nach mehr als sechs Minuten wieder Punkte der Löwen zu.

„Unheimlich wichtig“ nannte Eagles-Coach Timo Völkerink den Erfolg. Und zwar vor allem deshalb, weil nicht einfach glücklich ein Spiel gewonnen worden sei, sondern die Mannschaft in der zweiten Halbzeit dominant aufgetreten sei und zu ihrem Basketball zurückgefunden habe. Während der gesamten Partie habe das Team zusammen verteidigt und so auch den Gegner unter 60 Punkten gehalten. Zudem sei der Ball gut bewegt worden, die Spieler hätten auch in den Phasen zusammengehalten und Lösungswege gesucht, in denen Unruhe hätte entstehen können. „Diese Coolness war für uns der Schlüssel, das Spiel in der zweiten Halbzeit so zu dominieren und verdient zu gewinnen“, sagte Völkerink. Dafür sei das ganze Team zu loben vom treffsicheren Schmikale und McBride, der mit Führungsqualitäten geglänzt habe, bis zu den jungen Spielern Jonathan Elzie und Finley Schlecht, die der Mannschaft wertvolle Minuten gegeben hätten. 

Eagles: Lucien Schmikale (18, 4 Dreier), Toni Nickel (18, 3 Dreier), Finn Fleute (11, 2 Dreier, 12 Rebounds), Sven Cikara (10, 2 Dreier), Jonathan Elzie (8, 2 Dreier, 9 Rebounds), Trey McBride (7, 5 Assists), Finley Schlecht (2), Sydnee Bijlsma, Tino Wohltmann, Luca Merkel, Hashim Bilal.

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