Moin Jobfinder

Derby gegen Wedel verloren

Personelle Sorgen bei den Itzehoe Eagles

Itzehoe (anz) – Noch gut acht Minuten waren im letzten Viertel zu spielen, da drohte die Hallendecke im Sportzentrum am Lehmwohld abzuheben. Soeben hatte Kapitän Lucien Schmikale für die Itzehoe Eagles nach hohem Rückstand per Dreier zum 72:72 ausgeglichen. Doch das bessere Ende hatten die Gäste für sich: Der SC Rist Wedel gewann am Klinikum-Itzehoe-Spieltag das Nordderby der BARMER 2. Basketball Bundesliga mit 96:83 (33:19, 25:25, 12:20, 26:19).

Die Eagles gingen mit personellen Sorgen in die Partie: Sydnee Bijlsma und Toni Nickel verletzt, Trey McBride und Chris Herget unter der Woche krank, Jonathan Elzie angeschlagen. Trotzdem gelang ein guter Start mit vier Punkten durch Tobias Möller, der sich ein Extralob von Coach Timo Völkerink verdiente. Der Center habe viel Verantwortung übernommen und mit 26 Punkten sein bisher bestes Spiel im Eagles-Trikot gezeigt mit einer vorne wie hinten sehr überzeugenden Leistung.

„Überragend“ allerdings nannte Völkerink die Trefferquote der Wedeler, die bisher nicht als Scharfschützen aufgefallen waren. Im ersten Viertel warfen sie fast nichts daneben, ein Dreier nach dem anderen saß. Zur Halbzeit waren es 12 von 20 Dreiern, enorm starke 60 Prozent verwandelt gegen die Itzehoer, die viel mit Zonenverteidigung spielten. Mit ihrer Trefferquote hätten die Gäste ein Stück weit überrascht, stellte Völkerink fest. Beim Gang in die Kabine stand es 44:58, und ein Eagle trug dabei einen Kopfverband: Schmikale hatte sich eine blutende Wunde an der Stirn zugezogen.

Nach dem Wechsel war die Verteidigung der Gastgeber wirkungsvoller, der Gegner traf eine Weile nicht mehr. Dennoch kam Wedel immer wieder zum Korb, lange blieb der Vorsprung bei zehn Punkten, erst kurz vor dem Viertelende gelangen die Eagles in den einstelligen Bereich. Finn Fleute traf noch zum 64:70 und heizte danach das Publikum in der ausverkauften Halle weiter an.

Schmikales zweiter Dreier im letzten Viertel brachte den umjubelten Ausgleich. Wie das Spiel wohl gelaufen wäre, wenn sein nächster Distanzwurf zur Führung gesessen hätte? Aber er ging knapp daneben, die Wedeler ließen sich nicht beirren und fanden ihre Treffsicherheit von außen wieder. Der Sieg geriet nicht mehr in Gefahr, und er war verdient, so Völkerink. Phasenweise habe seine Mannschaft nicht diszipliniert und strukturiert genug agiert: „Wir haben uns weniger gute Würfe erspielt als Wedel und damit dann verdient verloren.“

Trotzdem lobte er sein Team für die Leistung unter diesen Umständen; es habe 40 Minuten gekämpft, selbst als alles gegen die Eagles gelaufen sei. Diese Niederlage werde schnell abgehakt, um dann mit viel Energie und hoffentlich mehr Personal wieder auf die Siegerstraße zu kommen. Denn es geht am kommenden Samstag, den 31. Januar, gleich mit einem Heimspiel weiter: Erwartet werden die BSW Sixers. Karten gibt es im Ticketshop auf der Eagles-Webseite www.eagles-basketball.de sowie bei der Vorverkaufsstelle am Eagles-Fanshop in der Sportabteilung von Behrens
& Haltermann in Itzehoe.

Eagles: Tobias Möller (26), Sven Cikara (16, 3 Dreier, 6 Assists), Finn Fleute (14, 1 Dreier, 12 Rebounds), Lucien Schmikale (14, 2 Dreier), Trey McBride (13, 1 Dreier), Jonathan Elzie, Chris Herget, Tino Wohltmann, Hashim Bilal, Finley Schlecht, Hannes Schmidt. 

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