Itzehoe (anz) – Die Hertener Löwen haben den Itzehoe Eagles ihr Heimdebüt in der BARMER 2. Basketball Bundesliga verdorben. Sie siegten am Sparkasse-Westholstein-Spieltag mit 82:71 (24:18, 17:20, 16:13, 24:21).
Und zwar verdient, wie Eagles-Coach Max Rockmann feststellte. Denn sein Team konnte nicht umsetzen, was sich alle vorgenommen hatten: „Wir haben es verpasst, Herten unseren Stil aufzuzwingen.“ Statt dessen konnten die cleveren Gäste ihr langsames Spiel durchbringen und immer wieder in den richtigen Momenten zuschlagen.
Das galt von Beginn an. Die Eagles starteten gut mit Dreiern von Leon Kalinic und Sven Cikara, der mit einem Triple Double – zweistelligen Werten in drei Kategorien – eine Glanzleistung bot. Doch Herten startete noch besser und führte knapp. Dann ein Schreck für die Eagles und ihre Fans in der vollen Halle: Kalinic blockte einen Wurf, stürzte aber unglücklich auf den Rücken, blieb erst liegen und verließ dann mit schmerzverzerrtem Gesicht an der Seite von Physiotherapeut Tule Becker die Halle. Später kehrte der Kroate auf das Feld zurück, doch diese Aktion habe ihn etwas aus dem Rhythmus gebracht, so Rockmann.
Die Löwen führten fast durchgehend, die Eagles kämpften sich heran. Kapitän Lucien Schmikale sorgte mit viel Willen und einem Treffer trotz Fouls für die 32:31-Führung, aber Herten konterte. „Sie hatten immer wieder die richtigen Antworten“, sagte Rockmann. Als Tobias Möller einen schönen Spielzug mit einem Dunk vollendete, ging es mit 38:41 in die Pause.
Das Bild änderte sich nicht. Die Gastgeber spielten ordentlich, die Löwen taten ihnen mit zwei Dreiern weh. 37 Prozent aus der Distanz waren keine überragende Quote, aber das Timing für die Treffer passte immer wieder sehr gut. Als die Eagles doch einmal schnell spielen konnten und Jamahri Harvey mit Dreier zum 49:50 verkürzte, brauchten die Gäste eine Auszeit. Erneut fanden sie den richtigen Weg und erzielten die nächsten fünf Punkte.
Zu Beginn des letzten Abschnitts wuchs der Rückstand schnell auf mehr als zehn Punkte, Herten traf, Itzehoe nicht. Doch Rockmann war stolz auf sein Team, das bis zum Ende gekämpft habe. In der Tat: Schmikale und Cikara mit Dreiern brachten die Eagles drei Minuten vor Schluss auf 64:74 heran, eine Minute später traf Harvey zum 66:74. Mehr gelang nicht, denn fast schon gewonnene Bälle landeten beim Gegner und eigene Fehler bremsten den Schwung zusätzlich. „Mit ein bisschen Glück dreht man so ein Spiel vielleicht noch“, sagte Rockmann. Doch dafür waren die Gäste an diesem Abend zu abgeklärt.
Weiter geht es für die Eagles bereits am Freitag, den 9. Oktober, um 20 Uhr bei den Baskets Juniors/TSG Westerstede.
Eagles: Sven Cikara (18, 4 Dreier, 11 Assists, 11 Rebounds, 4 Steals), Jamahri Harvey (18, 1 Dreier), Lucien Schmikale (10, 2 Dreier, 8 Rebounds), Leon Kalinic (9, 3 Dreier), Toni Nickel (7, 1 Dreier), Tobias Möller (6), Chris Herget (2), Finley Schlecht (2), Finn Bohlen, Tino Wohltmann, Hannes Schmidt.