Brokstedt/Hardebek (fb) – Am Sonnabend, 22. August, treffen sich die Gemeinden rund um Brokstedt zum vierten kreisübergreifenden Dörferfest. Dabei geht es um mehr als Spiele, Musik und Wettkampf. Im Mittelpunkt stehen Begegnung, Zusammenhalt und der Blick über den eigenen Dorfrand hinaus. Gastgeber ist Hardebek. Miit dabei sind Armstedt, Borstel, Brokstedt, Fitzbek, Hasenkrug, Rade und Sarlhusen. Los geht es um 14 Uhr am Dörpshus, Heisterberg 8.
Für viele Beteiligte ist die Veranstaltung inzwischen zu einer kleinen Tradition geworden. Zugleich gibt es in diesem Jahr einen besonderen Anlass zum Zurückblicken: Vor genau zehn Jahren kamen die Orte erstmals beim damaligen „Postleitzahlenfest“ zusammen. Die gemeinsame Postleitzahl war für einen Teil der Gemeinden der verbindende Gedanke. Schon bei diesem ersten Fest 2016 wurde deutlich, dass es nicht bei einer einmaligen Veranstaltung bleiben sollte. Die Freude und das Gefühl des Miteinanders wirkten lange nach. Seitdem findet das Dörferfest etwa alle drei Jahre statt.
Die Dörferwettkämpfe gehören von Beginn an zum festen Programm. Jede Gemeinde schickt ein Team an den Start. Damals in Brokstedt zählten ein großer Umzug und ein Fußballspiel zu weiteren Höhepunkten. 2019 begann ein Dörferlauf im kleinen Borsteler „Gallien“. Und 2023 sorgten in Hasenkrug viele neue Spiele für ausgelassene Stimmung. Eine gemeinsame Radtour führte anschließend nach Hardebek und gab einen kleinen Vorgeschmack auf den diesjährigen Austragungsort. So erhielt jedes Fest seinen eigenen Charme, während der freundschaftliche Wettbewerb die Orte miteinander verband.
Auch das Organisationsteam verändert sich von Fest zu Fest. Zwar sind viele, die bereits vor zehn Jahren mit angepackt haben, immer noch dabei. Doch zugleich kommen neue Gesichter, Ideen und Erfahrungen hinzu. Sie alle verbindet der Einsatz für das eigene Dorf und die Freude daran, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen. So entwickelt sich die Veranstaltung weiter, ohne ihren Gemeinschaftsgedanken zu verlieren. Welche Gemeinde das nächste Dörferfest ausrichten wird, entscheidet sich traditionell bei den Wettkämpfen. Das Siegerdorf erhält die Möglichkeit, die Gastgeberrolle zu übernehmen, sofern es dazu bereit ist. So wandert das Fest von Ort zu Ort.
Hardebek freut sich auf seine Gäste
Nun ist Hardebek an der Reihe. Auf dem Sportplatz am Dörpshus soll ein Treffpunkt für die Mannschaften, die beteiligten Gemeinden und alle Besucherinnen und Besucher entstehen.
Für Wolfgang Wilczek, Bürgermeister von Hardebek, macht gerade der Standortwechsel der Veranstaltung den Reiz aus. „Es soll ja nicht jedes Mal dieselbe Veranstaltung an einem anderen Ort sein. Jede Gemeinde macht es ein bisschen anders und drückt dem Fest ihren eigenen Stempel auf. Diesmal ist Hardebek dran, und wir freuen uns darauf.“
Am Nachmittag stehen die Dörferwettkämpfe und Angebote für Familien im Mittelpunkt. Für Kinder gibt es unter anderem Kinderschminken, Spielmobil, Mega-Kicker und Hüpfburgen. Kuchen, Herzhaftes, kalte Getränke und Cocktails sorgen für eine gesellige Atmosphäre.
Nach den Wettkämpfen ist der Tag noch lange nicht vorbei. Mit Musik und viel Gelegenheit zum Klönen soll am Abend weitergefeiert werden.
Zehn Jahre nach dem ersten Postleitzahlenfest ist aus einer schönen Idee eine wiederkehrende Veranstaltung geworden, die von den Menschen lebt, die sie mitgestalten. Welches Dorf als Sieger hervorgeht, bleibt bis zum Schluss offen. Ein Gewinn für die ganze Region ist das Dörferfest aber schon jetzt: Es schafft Gemeinschaft und zeigt, was mit vielen helfenden Händen entstehen kann. Und in diesem Jahr trifft man sich dafür eben in Hardebek.