Bad Bramstedt (anz) - Die SPD Bad Bramstedt wirbt für einen klaren strategischen Rahmen, der Haushaltskonsolidierung und Stadtentwicklung zusammenführt. Aus Sicht der SPD ist es der entscheidende Unterschied, ob man Einsparungen isoliert „zusammensucht“ oder ob man vorher klärt, welche Ziele Bad Bramstedt verfolgt, welche Aufgaben in welcher Qualität erfüllt werden sollen und wo strukturelle Veränderungen tatsächlich Wirkung entfalten. Wer nur kurzfristig entlastet, riskiert langfristig Folgekosten, Standortnachteile und neue Engpässe.
Die SPD nimmt derzeit in vielen Gesprächen in der Stadt wahr: Es geht nicht mehr um die Frage, ob gespart werden muss, sondern wie. Denn wenn eine Kommune an ihre finanziellen Grenzen kommt, reichen einzelne Korrekturen im Haushalt nicht mehr aus.
Dann geht es ans Grundsätzliche: Was will und kann die Stadt dauerhaft leisten, was muss neu organisiert werden, und welche Entscheidungen von heute bestimmen, ob Bad Bramstedt morgen noch Gestaltungsspielräume hat.
Der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Malte Zühlke erklärt: „Wir wollen einen Plan für diese Stadt sehen. Nur wenn klar ist, wo die Reise hingehen soll, können wir die Bürgerinnen und Bürger auf diesen schwierigen Weg mitnehmen. Dazu gehört, dass wir klare Ziele haben und Bad Bramstedt mit Weitsicht entwickeln, damit wir künftig wieder mehr Spielräume gewinnen – besonders finanziell.“
Aus Sicht der SPD darf Haushaltskonsolidierung nicht einseitig zulasten von Familien, Kindern oder sozialen Angeboten gehen. Gerade in Zeiten, in denen Kommunen unter Druck stehen, müsse sehr sorgfältig abgewogen werden, welche Kürzungen kurzfristig entlasten, aber langfristig Schaden anrichten – etwa, weil Bildung, Attraktivität und Standortqualität leiden.
Die SPD-Fraktion hat daher beschlossen, sich nur dann an einem Sparpaket für die städtischen Finanzen zu beteiligen, wenn gleichzeitig die Weichen für eine echte Entwicklungsperspektive gestellt werden. Dazu zählt aus Sicht der SPD insbesondere die Weiterentwicklung des Wohnquartiers Auenland. Malte Zühlke: „Wenn Einnahmemöglichkeiten durch Grundstücksentwicklung brachliegen, ist es schwer zu vermitteln, warum gleichzeitig bei Kita-Essen, Kultur, Schulen oder sozialen Themen gespart werden soll.“
Die SPD betont, dass Bad Bramstedt grundsätzlich gute Voraussetzungen für Gewerbeansiedlungen mitbringt – nicht zuletzt durch die verkehrsgünstige Lage und die Perspektive des Autobahnkreuzes A7/A20. Gleichzeitig zeige die Praxis, dass Unternehmen heute nicht allein nach Gewerbeflächen fragen. In Gesprächen gehe es sehr schnell auch um Wohnraum und Bauplätze für Mitarbeitende, um Schulen, Betreuung sowie um ein funktionierendes kulturelles und soziales Umfeld. „Im Wettbewerb um Fachkräfte sind das entscheidende Standortfaktoren. Wenn wir hier keine überzeugenden Antworten haben, verlieren wir Interessenten – und damit auch die Chance auf dringend benötigte Gewerbesteuereinnahmen“, so Zühlke.
Deshalb müsse die Politik die Verwaltung mit einem klaren strategischen Rahmen ausstatten: mit Zielen, Prioritäten und belastbaren Aussagen dazu, wie sich Bad Bramstedt entwickeln will. Die SPD appelliert an die Mehrheitsfraktionen, zentrale Entwicklungsthemen zügig voranzubringen und gemeinsam an einem zukunftsfähigen, wachsenden und lebenswerten Bad Bramstedt zu arbeiten. Foto: SPD Bad Bramstedt
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