Bad Bramstedt (anz) – Mit Verwunderung reagierte die Auenlandklinik Bad Bramstedt auf jüngste Aussagen aus städtischen Gremien sowie entsprechende Medienberichte, in denen ein mögliches Ende der Theaternutzung thematisiert wird.
Der Kulturausschuss-Vorsitzenden Ina Koppelin (FDP) macht es Mut, dass die große Bedeutung des Theaters für Bad Bramstedt von allen in der Stadtverordnetenversammlung vertretenen Fraktionen anerkannt wird. Sollte sich die Stadt aus dem Theater zurückziehen, hätte dies spürbare negative Auswirkungen: Für Reha-Patientinnen und -Patienten sowie örtliche Besucher würde ein wichtiges Kulturangebot entfallen. Dies könnte sich nachteilig auf die Attraktivität von Bad Bramstedt auswirken. Bereits im Vorfeld hat die Auenlandklinik der Stadt einen Vertragsvorschlag unterbreitet. Hintergrund ist, dass unter den aktuellen Rahmenbedingungen ein erheblicher Teil der Kosten – etwa für Heizung und Versicherung – indirekt durch die Klinik getragen wird. Eine Kündigung seitens der Auenlandklinik stand ausdrücklich nicht zur Debatte, ist der Eindruck der Ausschussvorsitzenden aus einem Gespräch mit der Klinikleitung. Im Gegenteil: Die Klinik geht fest von einer weiteren Nutzung des Theaters aus und hat ihre Bereitschaft signalisiert, über eine Verlängerung des Vertrags um drei bis fünf Jahre zu sprechen – gegebenenfalls auch unter Fortführung des bisherigen Sponsorings und unter Berücksichtigung gestiegener Neben- und Energiekosten.
Zudem hatte die Auenlandklinik klargestellt, dass ein Abriss des bestehenden Theaters erst dann infrage kommt, wenn ein neues Theater tatsächlich fertiggestellt und nutzbar ist.
Die Bedeutung kultureller Einrichtungen auch in Bad Bramstedt ist unumstritten. Theater stehen unter erheblichem Druck durch begrenzte finanzielle Mittel, schwankende öffentliche Förderung. Gleichzeitig wächst der Anspruch, kulturelle Vielfalt und gesellschaftliche Teilhabe zu sichern.
Gerade in diesem Umfeld sind auch Kooperationen entscheidend. Deshalb sieht Koppelin eine noch stärkere Zusammenarbeit insbesondere mit Schulen, Vereinen und Unternehmen in Bad Bramstedt und Umgebung sowie Kulturträger und Theater aus der Region als wichtigen Baustein für die Zukunft des Theaters.
Die finanzielle Lage der Stadt Bad Bramstedt ist sehr angespannt. Ein wesentlicher Teil der bisherigen Finanzierung des Theaters stammt aus dem städtischen Haushalt, wodurch eine hohe Abhängigkeit
von politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen besteht. Diese fehlende Planungssicherheit erschwert den langfristigen Betrieb erheblich.
Vor diesem Hintergrund ist gemeinsam eine tragfähige Lösung für die Zukunft des Theaters zu entwickeln. Ziel müsse es sein, einerseits die finanzielle Belastung der Stadt zu berücksichtigen und andererseits die kulturelle Einrichtung dauerhaft zu sichern und unabhängiger von kurzfristigen Haushaltslagen zu machen.
Für die Ausschussvorsitzende Koppelin ist deutlich: Stadt und Auenlandklinik müssen gemeinsam Verantwortung übernehmen und eine tragfähige Lösung finden. Es geht nicht nur um Zahlen – es geht um Einwohnerinnen und Einwohner, Patienten und Gäste, um Lebensqualität und um die kulturelle Seele dieser Stadt. Foto: Otto
Zukunft des Kurhaustheaters:
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