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Thema "Verkauf der Gas- und Stromnetze"

SPD: Was kommt auf die Bad Bramstedterinnen und Bad Bramstedter zu ?

Bad Bramstedt (anz) - Aus der Segeberger Zeitung erfahren die Bad Bramstedter Bürgerinnen und Bürger, dass die Stadtverwaltung und der Aufsichtsrat der Stadtwerke Vorbereitungen für einen Verkauf der Gas- und Stromnetze in der Stadt von den Stadtwerken an die SH-Netz AG treffen. Dieses Geschäft soll angeblich zeitnah abgewickelt werden. Das sind die Netze, die die Stadt vor über 20 Jahren mit der Gründung der Stadtwerke den Monopolisten Schleswag und später HeinGas abgerungen und abgekauft hat, damit die Vorteile aus deren Betrieb bei den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt verbleiben. 
Das hat über viele Jahre gut geklappt…  
Was der jetzt beabsichtigte Schritt für den Haushalt der Stadt, die Bilanzen der Stadtwerke und Wirtschaftsbetriebe und insbesondere für das Portemonnaie der Bürgerinnen und Bürger bedeutet, wurde bislang in keiner offiziellen Information dargestellt. Auf der Homepage der Stadt finden sich keine Zahlen, keine Aussagen.  
Jedoch kann man sich der direkten Auswirkung des Verkaufs nähern, wenn man über das Vergleichsportal Verivox einen überregionalen Anbieter ansieht, der offenbar seine Angebote an den jeweiligen Netzkosten vor Ort ausrichtet. Ergebnis: Der überregionale Anbieter Vattenfall ist in den Nachbargemeinden (im Gebiet, wo die Netzgebühren der SH-Netz gelten) für einen Musterhaushalt mit einem Gasverbrauch von 18.000 kWh um über 20 Euro im Monat oder rund 250 Euro im Jahr teurer als in Bad Bramstedt. 
Alles spricht dafür, dass bei einem Verkauf der Netze, diese Mehrkosten sehr zeitnah auf alle  BürgerInnen und Bürger in Bad Bramstedt, die am Gasnetz hängen, zukommen. Von den 7.500 Haushalten in Bad Bramstedt sind das über 80 Prozent (genau gesagt 86 Prozent der Feuerstätten, privat, öffentlich und Gewerbe). Daraus ergibt sich schnell ein Millionenbetrag, den die Bad BramstedterInnen und die Gewerbebetriebe der Stadt jedes Jahr mehr zahlen müssten als Auswirkung des Verkaufs der Netze. (Diese in der Segeberger Zeitung veröffentlichte Aussage steht unbestritten im Raum…)
Das wirft die Frage auf: Wollen die Bürgerinnen und Bürger der Stadt das wirklich? Weitere Belastungen für die schon angespannte Haushaltskasse? 
Die SPD fordert eine klare und offene Kommunikation, ob und welche bezifferbaren Vorteile beim gedachten Verkauf der Netze entstehen, und ob diese Vorteile die Mehrbelastungen der Bad BramstedterInnen und der Gewerbebetriebe nachvollziehbar übersteigen. Foto: SPD Bad Bramstedt/Quelle Verivox

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