Bad Bramstedt (anz) - Die Bad Bramstedter SPD hat einen Antrag an die Bürgervorsteherin geschickt, eine Einwohnerversammlung zum Thema Zukunft der Stadtwerke und zu dem gedachten Verkauf der Strom- und Gasnetze an die SH-Netz durchzuführen. Dieser Antrag wird am 10. November in der Stadtverordnetenversammlung behandelt werden.
SPD-Stadtverordneter Hans Bilger: „Wir sind seit Monaten mit dem Thema beschäftigt, aber bis heute liegen uns keine belastbaren Zahlen vor, was dieser Verkauf für die Zukunft der Stadtwerke und vor allem, was dieser Schritt für die Portemonnaies der Bad Bramstedter Bürgerinnen und Bürger bedeutet. Da haben wir selbst einmal gerechnet und waren erschrocken, zu welchen erheblichen Preissteigerungen für Strom und Gas das führen könnte - zusätzlich zu den sowieso schon steigenden Preisen für Gas und Strom.“ Daher will die SPD, dass alle Bürgerinnen und Bürger umfassend informiert werden und die Möglichkeit erhalten, dem Bürgermeister und den Stadtwerken Fragen zu stellen.
„Es kann nicht sein, dass so ein wichtiges Thema hinter verschlossenen Türen beraten und ausgehandelt wird, und die, die es bezahlen werden, vor vollendete Tatsachen gesetzt werden,“ so Hans Bilger, „das ist falsch und nicht zeitgemäß. Wir wollen Offenheit und Transparenz.“
Da bislang nirgendwo belastbare Informationen veröffentlicht wurden, sieht die SPD die Einwohnerversammlung als Mittel der Wahl, um hier einen deutlichen Schritt zu transparenter Kommunikation zu gehen. Die Veranstaltung soll nach dem Willen der SPD noch im Dezember stattfinden, auf jeden Fall bevor irgendwelche unumkehrbaren Beschlüsse gefasst oder gar Verträge unterschrieben werden. „Unsere Vorgänger in der Kommunalpolitik haben die Netze unter großem Einsatz in das Eigentum der Stadt gebracht und das aus wohlerwogenen Gründen. Da muss es schon starke Gründe und Zahlen geben, das wieder zu ändern.“ Die SPD fordert eine klare und offene Kommunikation und Fakten, dass die eventuellen Vorteile beim gedachten Verkauf der Netze auf jeden Fall die Mehrbelastungen der Bad BramstedterInnen und der Gewerbebetriebe übersteigen – und das nicht nur auf geduldigem Papier. Fotomontage: SPD Bad Bramstedt