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Neues Projekt im "Anziehungspunkt"

Es soll Menschen mit Flucht-oder Migrationshintergrund den Einstieg in die Gesellschaft und die Arbeitswelt erleichtern.

Farid Monawar (li.) und Mohamad Sheikh Ibrahim fühlen sich durch Yvonne Fischer (2. v. li.), die das Projekt pädagogisch begleitet und Angela Dänzer, Koordinatorin des Kaufhauses „Anziehungspunkt“ gut betreut. Foto: Straehler-Pohl

Bad Bramstedt (usp) – Menschen mit Flucht- oder Migrationshintergrund den Einstieg in die Gesellschaft und Arbeitswelt zu erleichtern, ist das zentrale Anliegen des Projekts AIP 
(Arbeitsintegrationsperspektive), das die Diakonie Altholstein im Kaufhaus „Anziehungspunkt“ in der Straße Maienbeeck 6 umsetzt. Das Angebot richtet sich an erwerbsfähige Personen, die neu in Deutschland sind, bislang nur geringe Deutschkenntnisse besitzen und noch keinen Integrationskurs besucht haben. Die individuelle Förderung ist auf einen Zeitraum von sechs Monaten ausgelegt.
Die Teilnehmenden bringen häufig vielfältige berufliche Erfahrungen aus ihren Herkunftsländern mit. Genau hier setze das Projekt an, indem vorhandene Kompetenzen aufgegriffen und weiterentwickelt werden, erklärt die pädagogische Leiterin des Projekts, Yvonne Fischer. Gleichzeitig werden wichtige Grundlagen für den deutschen Arbeitsalltag vermittelt. In Gruppenangeboten erfahren die Teilnehmenden beispielsweise, welche Regeln im Berufsleben gelten – etwa zu Krankmeldungen, Arbeitszeiten oder auch zu Themen wie Pünktlichkeit und Verlässlichkeit. Darüber hinaus erhalten sie Unterstützung beim Umgang mit bürokratischen Anforderungen.
Im Kaufhaus „Anziehungspunkt“ stehen insgesamt 20 Arbeitsplätze zur Verfügung, von denen aktuell 13 besetzt sind. Die Teilnehmenden sammeln in 20 Wochenstunden praktische Erfahrungen in unterschiedlichen Bereichen wie Verkauf, Service, Lagerlogistik, Warenannahme oder auch im Cafébetrieb und in der Hauswirtschaft. Durch den täglichen Kontakt mit Kolleginnen, Kollegen und Kundschaft verbessern sie nicht nur ihre Sprachkenntnisse, sondern gewinnen auch Sicherheit im Umgang mit der deutschen Kultur und Arbeitswelt. Gleichzeitig sorge die regelmäßige Beschäftigung für eine verlässliche Tagesstruktur, so Geschäftsbereichsleiterin Arbeit und Soziales bei der Diakonie Altholstein, Stephanie Vallentin.
Ein wichtiges Ziel des Projekts ist es, den Übergang in den ersten Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Erste Erfolge zeigen sich bereits: Einige Teilnehmende konnten eigenständig Kontakte zu Arbeitgebern knüpfen und eine Anstellung im Dienstleistungsbereich finden. Dies wird von den Projektverantwortlichen als besonderer Erfolg gewertet.
Die enge Zusammenarbeit mit dem Amt Bad Bramstedt-Land sowie der Stadt Bad Bramstedt trägt wesentlich zum Gelingen des Projekts bei. Finanziell unterstützt wird die Maßnahme durch den Kreis Segeberg. „Ziel ist es, eine Brücke zwischen dem Ankommen in Deutschland und einer konkreten beruflichen Perspektive zu schlagen“, so Christine Rimbach, Fachbereichsleiterin Soziales, Arbeit und Perspektive beim Kreis Segeberg..
Interessierte erhalten weitere Informationen telefonisch unter 04192 9062095 oder per E-Mail an 
angela.daenzer@diakonie-altholstein.de.

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