Bad Bramstedt (usp) – Seit mehr als sechs Jahren fahren rund 130 Kinder von den 230 Kindern insgesamt, die die offene Ganztagsschule am Storchennest nutzen, täglich von Bad Bramstedt nach Weddelbrook, um in der ehemaligen Grundschule ihre Aktivitäten entfalten zu können. Dieses zeit- und kostenaufwendige Mühsal hat absehbar ein Ende. Im kommenden Jahr soll der Erweiterungsbau der OGS sowie der der Mensa fertiggestellt werden. Abweichend von dem üblichen Procedere wurde erst bei dem im Rohbau befindlichen Projekt der Grundstein gelegt.
Der zweigeschossige Baukörper für die OGS bietet im Erdgeschoss eine Offene Lernlandschaft mit 122 Quadratmetern und einen mit einer mobilen Trennwand unterteilbaren Multifunktionsraum von 76 Quadratmetern Größe. Der bietet den Kindern ausreichend Raum für Lernen und Kunst. Die Offene Lernlandschaft ist zudem über eine mobile Trennwand mit der Mensa zu verbinden, um für größere Veranstaltungen oder Aufführungen eine gute Nutzung zu ermöglichen. Mit weiteren Räumen wie Studio, Ruheraum, Hausmeister und Technikraum/Stuhllager bietet das Erdgeschoss in der OGS insgesamt eine Nutzfläche von 270 Quadratmetern.
Im Obergeschoss ist das Lehrerzimmer mit 75 Quadratmetern geplant. Damit erhalten die 33 Lehrkräfte ausreichend Platz. Hinzu kommen eine mit Küchenzeile, ein Personalraum für die OGS, ein Raum für Lehrmittel, ein Sprechzimmer ein Raum für Lehrerarbeitsplätze. Das Lehrerzimmer und der Personalraum sind über eine mobile Trennwand miteinander zu verbinden. Im Obergeschoss sind zudem die WC-Anlagen untergebracht. Putzmittelräume sind auf beiden Etagen. Beide Geschosse werden über ein Treppenraum und einen Aufzug miteinander verbunden.
Deutliche Verbesserungen zeichnen sich auch bei den Möglichkeiten zum Einnehmen der Schulverpflegung ab, was bisher nur in sechs Schichten möglich war. Durch die Erweiterung der Mensa wurde die vorhandene Speiseraumfläche von 50 auf 225 Quadratmeter vergrößert und bietet nun 100 Essensplätze. Da nie alle Kinder gleichzeitig essen, ist gewährleistet, dass jedes Kind versorgt wird. Die Essensausgabe erfolgt nicht auf klassische Art über eine Ausgabe, sondern wird über Buffetwagen umgesetzt. Hier können die Kinder selbstständig entscheiden, was und wie viel sie essen möchten. Und nicht zuletzt erhält Schulleiterin Franziska Frahm-Fischer mit dem Umzug aus ihrem bisherigen Büro von acht Quadratmetern in das bisherige Lehrerzimmer eines in angemessener Größe.
Notwendig geworden war die Erweiterung, weil es im Jahr 1998 noch keine Betreuung außerhalb des Unterrichts gab. Außerdem kam noch die Schulverpflegung hinzu, die jahrelang in einem viel zu kleinen Raum gereicht wurde. Gestartet war die mit jeweils einer Klasse pro Jahrgangsstufe. Inzwischen ist die Schule zweizügig plus eine sogenannten DAZ-Klasse.
Gelegt wurde die Zeitkapsel von den vier Klassensprechern der vierten Klassen, Soel, Theo, Vivien und Leia. In der Kupferrolle wurde neben Münzen und einer aktuellen Tageszeitung, einer Bauzeichnung und einer Papierfriedenstaube mit den Fingerabdrücken der Kinder auch ein Glas Nutella versenkt.
Wenn man an ein Fundament denke, denke man zuerst an Beton, Steine und eine stabile Konstruktion, meinte Schulleiterin Frahm-Fischer. Für eine Schule brauche es aber noch ein anderes Fundament, eines das man nicht sehen könne und trotzdem entscheidend dafür sei, dass die Schule ein guter Ort für Kinder und Erwachsene sei: „Dieses Fundament heißt Frieden, Respekt und Wertschätzung“, so Frahm-Fischer. Schulverbandsvorsteherin Claudia Peschel, Bürgermeisterin in Hitzhusen, erinnerte daran, dass mit dem Grundstein ein Raum für Bildung, Begegnung, zum Lernen, Spielen, Entdecken und Wachsen gelegt würde. Wenn alles glatt läuft, spart der Schulverband ab den kommenden Sommerferien rund 100.000 Euro pro Jahr. Soviel nämlich kostet der Shuttleservice des Hamburger Unternehmens für die achtmal am Tag notwendigen Fahrten – hin und zurück – mit dem Bus der rund vier Kilometer langen Strecke nach Weddelbrook.
Grundstein für Schulerweiterung ist gelegt
Zusammen mit den Klassensprechern der vierten Klassen, Soel, Theo, Vivien und Leia, füllte Schulverbandsvorsteherin Claudia Peschel die im Grundstein zu versenkende Zeitkapsel unter anderem mit einem Glas Nutella. Fotos: Straehler-Pohl
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