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Bilanz der Feuerwehren zur Silvesternacht

Hohes Aufkommen bei der Einsatzstelle West

Symbolbild © Pixabay

Kiel (ots) – Die wohl einsatzreichste Nacht des Jahres ist erfolgreich bewältigt. Das Fazit fällt insgesamt durchschnittlich aus: In der Silvesternacht 2025/2026 wurden die Feuerwehren in Schleswig-Holstein zu insgesamt 413 Einsätzen alarmiert. Damit lag das Einsatzaufkommen im mittleren Bereich im Vergleich zu den Vorjahren (Jahreswechsel 2024/2025: 478 Einsätze, 2023/2024: 310 Einsätze). Der Großteil der Einsätze beschränkte sich auf kleinere, schnell abgearbeitete Vorfälle wie brennende Container oder Mülleimer. Dennoch waren die Kameraden auch in dieser Nacht vereinzelt mit größeren Einsatzlagen konfrontiert.

Leitstelle Nord
Die Leitstelle Nord verzeichnete in der Silvesternacht insgesamt 38 Feuerwehreinsätze (Nordfriesland: 14, Flensburg: 10, Schleswig-Flensburg: 14).

Zu den größeren Einsatzlagen zählten ein Pkw-Brand in einem Carport, ein Carportbrand in Flensburg sowie ein Gebäudebrand in Harrislee. Insgesamt spricht die Leitstelle dennoch von einer verhältnismäßig ruhigen Silvesternacht.

Leitstelle Mitte
Die Leitstelle Mitte blickt auf eine einsatzreichere Silvesternacht als in den vergangenen Jahren zurück. Insgesamt wurden 81 Feuerwehreinsätze registriert (Kiel: 46, Rendsburg-Eckernförde: 22, Plön: 13). 

In Rendsburg ist ein Feuer bei einem Getränkehändler ausgebrochen. Aufgrund von gelagerten Kohlensäureflaschen kam es zu mehreren Explosionen. Auch in Kiel lag das Einsatzaufkommen leicht über dem Vorjahresniveau. Bei einem Brandeinsatz meldeten Einsatzkräfte eines Löschfahrzeugs der Berufsfeuerwehr Kiel den gezielten Einsatz von Feuerwerkskörpern gegen sie. Durch das schnelle Eingreifen der ebenfalls eingesetzten Polizei konnte die Situation umgehend unter Kontrolle gebracht werden, verletzt wurde dabei niemand. "Abgesehen von diesem Vorfall blicken wir auf eine insgesamt friedliche Silvesternacht zurück", heißt es in der Pressemitteilung der Feuerwehr Kiel.

Leitstelle West
Auch die Leitstelle West meldete ein vergleichsweise hohes Einsatzaufkommen. Insgesamt kam es hier zu 119 Feuerwehreinsätzen (Steinburg: 15, Dithmarschen: 20, Pinneberg: 50, Segeberg: 34). 

In Kaltenkirchen brannte ein Wohngebäude, bei dem aufgrund starker Verrauchung im Treppenhaus mehrere Personen über tragbare Leitern gerettet werden mussten. Fünf von ihnen wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Acht Wohnungen seien durch das Feuer unbewohnbar. Zudem geriet in den frühen Morgenstunden gegen 5:15 Uhr ebenfalls in Kaltenkirchen ein Gartenschuppen in Vollbrand. Größere Gebäudeschäden konnten durch das schnelle Eingreifen der Einsatzkräfte verhindert werden, teilte der Kreisfeuerwehrverband Segeberg mit. 

Darüber hinaus stand gestern das Sportlerheim in Henstedt-Ulzburg in Brand. Es wurde vollständig zerstört. Personen sind bei dem Feuer nicht zu Schaden gekommen. Der Sachschaden wird vorläufig auf ungefähr 150.000 Euro geschätzt. Die Brandursache ist noch unklar. Die Kriminalpolizei Norderstedt führt die Ermittlungen in alle Richtungen und nimmt sachdienliche Mitteilungen entgegen (Tel: 040 52806-0).

Mit lediglich zehn Einsätzen (in den Gesamtzahlen des Kreises Segeberg berücksichtigt) zählt der jüngste Jahreswechsel in Norderstedt (mit Ausnahme der Coronajahre) zu den ruhigsten und einsatzärmsten der vergangenen zehn Jahre.

Leitstelle Süd
Von einer eher ruhigen Silvesternacht berichtet die Leitstelle Süd. Insgesamt wurden 94 Feuerwehreinsätze verzeichnet (Ostholstein: 32, Stormarn: 32, Herzogtum Lauenburg: 30). 

Neben zahlreichen kleineren Bränden, etwa von Müllcontainern oder Unrat, kam es jedoch auch zu größeren Einsatzlagen. In Ratekau brannte ein Wohnhaus in voller Ausdehnung (Feu 3), in Eutin geriet der Dachstuhl eines Mehrfamilienhauses in Brand (Feu 2). Darüber hinaus meldete die Leitstelle zwei Fälle von Respektlosigkeit gegenüber Einsatzkräften sowie die Behinderung von Feuerwehreinsätzen, nachdem eine durch die Feuerwehr gesperrte Straße missachtet wurde.

Lübeck
In Lübeck rückte die Feuerwehr zu insgesamt 65 Einsätzen aus. Dabei handelte es sich überwiegend um kleinere Einsatzlagen.

Neumünster
Die Feuerwehren in Neumünster wurden in der Silvesternacht zu insgesamt 16 Einsätzen alarmiert. Darunter befanden sich unter anderem ein Küchenbrand im Stadtteil Gadeland mit zwei verletzten Personen sowie zwei Heckenbrände.
Insgesamt spricht man in Neumünster von einem vergleichsweise ruhigen Jahreswechsel.

Während die Silvesternacht weitgehend abgeschlossen ist, sind die ersten Feuerwehren aufgrund des stürmischen Wetters bereits wieder im Einsatz.

Landesbrandmeister Jörg Nero wünscht im Namen des Landesfeuerwehrverbandes allen Schleswig-Holsteinern und insbesondere allen Einsatzkräften ein gutes, gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2026. Er bedankt sich für die gute Zusammenarbeit im vergangenen Jahr, mit Blick nach vorn zeigt sich Nero zuversichtlich: “Gemeinsam werden wir auch in Zukunft viel bewegen können. Die Feuerwehren in Schleswig-Holstein sind stark aufgestellt, und ich freue mich auf alles, was wir zusammen noch erleben und erreichen werden.”

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