Bad Segeberg (anz) - „Wir gewinnen nie irgendwas...“ Die Verblüffung stand Kathrin Hinrichsen ins Gesicht geschrieben - denn nun hatte sie tatsächlich etwas gewonnen: nämlich 3.000 Euro als 300.000. Besucherin der Karl-May-Spiele in der Spielzeit 2026 bei „Im Tal des Todes“. Zusammen mit ihrer neun Jahre alten Tochter Rosa Alva erlebte sie im Freilichttheater am Kalkberg einen Abend, den beide nie vergessen werden.
Die Überraschung wartete gleich am Eingang des ausverkauften Theaters. Dort wurde Kathrin Hinrichsen von Karl-May-Chefin Ute Thienel begrüßt. „Sie sind unsere 300.000. Besucherin!“, erklärte die Geschäftsführerin der Kalkberg GmbH – und wenig später saßen Mutter und Tochter im Besprechungsraum der Karl-May-Spiele; genau dort, wo die Schauspieler in den ersten Probentagen ihre Texte besprechen.
Kathrin Hinrichsen, die in Hohenwestedt im Kreis Rendsburg-Eckernförde in Schleswig-Holstein wohnt, ist schon als Kind bei den Karl-May-Spielen zu Gast gewesen. Mittlerweile gibt sie ihre Begeisterung für Winnetou und Old Shatterhand an ihre Tochter Rosa weiter. Zum fünften Mal in Folge kamen Mutter und Tochter gemeinsam in den Wilden Westen am Kalkberg. Am Morgen des Ausflugs hatten sie auf der Website der Karl-May-Spiele erfahren, dass am Abend der 300.000. Besucher erwartet wird. „Mal sehen, ob wir das sind!“, sagte die Mutter – doch die neunjährige Rosa war skeptisch: „Bestimmt nicht!“ Als es nun doch mit dem Gewinn klappte, saß das Mädchen strahlend neben seiner Mutter.
„Wir werden das Geld vielleicht für eine Reise verwenden“, sagte Kathrin Hinrichsen. „Wir würden gern mal einen Camper mieten und dann ab nach Norwegen!“ Bis dahin wird es aber noch dauern. Erst einmal sind die Sommerferien vorbei und beide müssen wieder zur Schule. Rosa kommt in die 3. Klasse und Mutter Kathrin unterrichtet als Lehrerin in Kaltenkirchen. Für das Foto mit Ute Thienel im Freilichttheater gab es eine Anzahlung von 20 Euro in Cent-Stücken. Der Geldsack war stattliche 4,6 Kilogramm schwer. Die Gesamtsumme wird überwiesen, denn würde man die 3.000 Euro in 300.000 Cent-Stücken überreichen, wäre das ein Gewicht von 690 Kilogramm.
Großen Applaus gab es bei der Durchsage von Produktions- und Spielleiter Stefan Tietgen an die 7.500 Zuschauer: „Unser Team hat großen Grund zur Freude und daran möchten wir euch gerne teilhaben lassen: In dieser Vorstellung begrüßen wir die 300.000. Besucherin unseres Karl-May-Abenteuers – und das sogar zwei Vorstellungen früher als im Vorjahr!“ Die Karl-May-Spiele schließen an die sehr guten Besucherzahlen der vergangenen Jahre an. „Es ist überwältigend, wie groß die Begeisterung auch in diesem Jahr ist“, sagte Ute Thienel. „Es macht dem Team große Freude, für solch ein tolles Publikum zu spielen. Wir haben ein oft nahezu ausverkauftes Theater und Gäste, die glücklich nach Hause gehen.“
Ein wichtiger Tipp für alle, die das Stück noch sehen möchten: Auch wenn viele Vorstellungen sehr gut gebucht sind, ist es kein Problem, noch Eintrittskarten zu bekommen. Besonders am Nachmittag ist dies gut möglich – aber auch in manchen Abendvorstellungen. Sollte eine Aufführung ausgebucht sein, gibt es noch den unnummerierten Block F, in dem mehrere Besucher zusammensitzen können. Für diesen Bereich werden Tickets telefonisch (01805/952111) sowie an der Theaterkasse zu einem sehr günstigen Preis (Erwachsene: 21,50 Euro / Kinder: 19,50 Euro) verkauft.
Noch bis zum 6. September wird „Im Tal des Todes“ gezeigt: donnerstags, freitags und samstags ab 15 und 20 Uhr sowie sonntags ab 15 Uhr. Hauptdarsteller sind Alexander Klaws („Winnetou“), Isabel Varell („Señorita Miranda“), Florian Fitz („Roulin“) und Heinrich Schafmeister („Sir John Raffley“). In weiteren Rollen sind Bastian Semm („Old Shatterhand“), Joshy Peters („Eiserner Pfeil“), Sascha Hödl („Juanito Alfarez“), Dirc Simpson („Sam Hawkens“), Alexis Kara („Don Fernando“), Fabian Monasterios („Martin von Adlerhorst“) und Inés Cihal („Paloma Nakana“) zu erleben.