Zum Seiteninhalt springen
Moin Jobfinder
Seiteninhalt überspringen

Bad Bramstedt wird zur Magnolienstadt!

Magnolien als Markenzeichen und "echter Hingucker"!

Swantje Maaß, zuständig fürs Stadtmarketing, Markus Bartels, stellvertretender Bauhofleiter, und der Magnolien-Experte Michael Gottschlak sind sich einig: „Die Magnolien werden ein echter Hingucker!“ Foto: Otto

Bad Bramstedt (hot) – Das Konzept steht – und ist auch in den politischen Gremien   mehrheitlich auf Zustimmung gestoßen: Bad Bramstedt will sich offiziell als „Magnolienstadt“ etablieren.
Und damit sich die Stadt einmal mit diesem Markenzeichen schmücken kann, bedarf es natürlich vieler Magnolienbäume. Und die müssen erst einmal gepflanzt werden. 
„Irgendwann muss man damit anfangen“, sagt Swantje Maaß, die das Projekt als Referentin fürs Stadtmarketing maßgeblich entwickelt und durch die Gremien gebracht hat. Der  Anfang ist gemacht – und auch schon sichtbar. „Bisher haben wir – an mehreren Stellen der Stadt – schon über 215 Bäume gepflanzt“, sagt Markus Bartels. Er ist nicht einfach „nur“ stellvertretender Leiter des städtischen Bauhofs, sondern kümmert sich als 
Baumexperte mit Fachkenntnis und Weitsicht auch um das Pflanzen von Bäumen. „Ein wahrer Glücksgriff“, so 
Swantje Maaß. So stehen mittlerweile eine ganze Reihe Magnolienbäume zum Beispiel auf der Osterauinsel, im Köhlerhofpark und hinter der Schlosswiese. Zu dem umfassenden  
„botanischen Konzept“ gehören etwa auch die Zierkirschbäume am Stadteingang 
(Liethberg). Wie Swantje Maaß setzt Bartels auf das, was Bad Bramstedt schon lange auszeichnet – die schöne Natur. Und Bäume sind nun einmal die Lebensadern unserer Natur. Aber warum nicht heimische Bäume wie Linden, Eichen oder Ginster als Markenzeichen, sondern  gerade Magnolien? Der anerkannte Magnolienexperte Michael Gottschalk aus Frankfurt hat eine spannende Antwort parat, die weit in die Vergangenheit zurückreicht: „Früher – vor der letzten Eiszeit – waren Magnolien in unseren Breitengraden heimisch.“ Das hätten Ausgrabungen gezeigt. Wegen der Kälte hätte sich die Magnolie dann in „eisfreien“ Gebieten und gemäßigten Zonen „angesiedelt“. Heute gibt es über 350 Arten von Magnoliengewächsen, sie stammen alle aus Ostasien oder Amerika. 
Und Gottschalk geht noch weiter in der Zeitliste zurück: „Magnolien gehören zu den ältesten Blütenpflanzen und sind mehr als 100 Millionen Jahre alt.“ Und er fügt hinzu: „Die Magnolie ist keine Modepflanze. Wir begeben uns hier auf eine Zeitreise und holen zurück, was hier schon mal gewachsen ist.“ Michael Gottschalk schwärmt beim Besuch auf der 
Osterauinsel vom Park am Lago Maggiore im Tessin mit über 600 Magnolien-Sorten.  Und auch die Magnolienblüte in Wiesbaden im Frühjahr sei ein Highlight. „Aber das, was hier in Bad Bramstedt passiert, ist einfach fantastisch. Das gibt es kein zweites Mal in Deutschland“, sagt der Kenner aus Hessen. Und man merkt: Er ist richtig schockverliebt in das Gewächs. „Magnolien können über 200 Jahre alt werden – und sie werden von Jahr zu Jahr schöner.“ Man brauche natürlich ein wenig Geduld, bis die Bäume dann in ein paar Jahren in prachtvoller Blüte stehen. Aber es lohne sich auf jeden Fall. 
„Das ist ein Mehrgenerationen-Konzept“, blickt Gottschalk erwartungsvoll in die Zukunft. Einige Exemplare sind seit Frühjahr bereits 40 Zentimeter in die Höhe geschossen, pro Jahr kann es auch gut ein Meter sein. 
Die Jungpflanzen kommen aus Frankfurt, ein Exemplar kostet 200 bis 300 Euro. Der Bauhof, allen voran Markus Bartels, kümmert sich um die Pflege der Bäume, die Planung und die Weiterentwicklung. Schließlich sollen noch viele weitere Bäume gepflanzt werden. Ob weiß oder gelb: In ein paar Jahren blühen die verschiedenen Sorten dann in den unterschiedlichsten „Farben“. Und das übrigens nicht nur zur Frühlingszeit, sondern von März (Frühblüher) bis September! Eingebettet sind die Magnolien-Pflanzungen in ein umfassendes Konzept, das auch die Auen und etwa die Kneipp-Anlage mit einbezieht. 
„Das grüne Band Bad Bramstedts“, fasst es Bartels zusammen.  Die besonderen Merkmale: Insektenfreundlichkeit und Artenvielfalt. „Das wird die Menschen mitnehmen“, ist sich Michael Gottschalk sicher.
Letztendlich solle das Konzept die Menschen aus nah und fern anlocken und somit vor allem die Innenstadt beleben, sagt Swantje Maaß. Das sei dann auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Und damit die Menschen, die sich die Magnolien anschauen, auch wissen, um welche Sorte bzw. Art es sich handelt, ist geplant, Schilder an  den Bäumen aufzustellen und sie mit QR-Codes (Pflanzenerkennungs-Apps) auszustatten.  
Eines steht für Swantje Maaß, Markus Bartels und Michael Gottschalk auf jeden Fall fest: „Die Magnolien werden ein echter Hingucker!“

zu den aktuellen Ausgaben

Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass bei der Aktivierung des Magazins eine Verbindung zum Anbieter Yumpu aufgebaut wird und Daten übermittelt werden.

aktuelle Beilagen

Eine Menschenmenge mit erhobenen Händen bei einem Konzert oder einer Musikveranstaltung, beleuchtet von blauem Bühnenlicht und in einer nebligen Atmosphäre, im Hintergrund ist ein Künstler zu sehen.
Veranstaltungen