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"LaTuFF und Helau!"

In Wiemersdorf sind wieder die Narren los!

Der Einmarsch der sieben würdevollen Herren des „Elferrates“ ist der offizielle Startschuss für das närrische Treiben. Fotos: Straehler-Pohl

Wenn die LaTuFF-Garde zu Beginn der Veranstaltung einmarschiert, hält es niemanden im Publikum auf seinem Platz. Ohne mehrere Zugaben wird die Garde nicht entlassen.

Nicht mit der Hitze des Feuers, sondern mit der Hitze ihres schweißtreibenden Auftritts hatten die „Fire Fighters“, die sich durch sportliche Aktivitäten fit halten sollen, zu kämpfen.

Unter dem Motto „Oops, we Kuh it again“ trat der Vorstand von LaTuFF, sechs Damen und zwei Herren der Schöpfung, als etwas tolpatschige, tanzende Kühe auf.

Wiemersdorf (usp) – Ohne ehrenamtliches Engagement in Kommunalpolitik und Vereinen wäre das dörfliche Leben um Einiges ärmer und grauer. Das beste Beispiel, wie Vereine Farbe und Stimmung in ein Dorf bringen, lieferten am vergangenen Sonnabend wieder einmal die Landjugend, der Turnverein und die Feuerwehr in Wiemersdorf. Unter der Abkürzung LaTuFF stellten sie auch nach über 45 Jahren ihre Karnevalsveranstaltung auf die Beine, die gut 200 Besucherinnen und Besucher von der ersten bis zur letzten Minute aus den Alltagssorgen riss. Neun Programmpunkte und dazwischen immer wieder fetzige Musik durch den Musikzug unter Leitung von Bogdan Scholtyssek hielten das Publikum nonstop in Schwung.

Den Auftakt bildete wieder die LaTuFF-Garde, sieben junge Damen, die ihre schwungvolle Choreografie mit den beiden Neuzugängen Joelina Dohmen und Alexandra Wendland voll im Griff hatten. Ihre Mischung aus Tradition, sportlicher Eleganz gepaart mit mitreißender Musik begeistert immer wieder. Ein quasi Alleinstellungsmerkmal bieten „Bibi und Manu“, Bibiane Witte-Brandt und Manuela Martens, mit ihrer Reihe „Sketch-Up“, bekannt geworden durch Diether Krebs und Iris Berben. Die beiden erinnern ein wenig an die Zeit, als das Programm von LaTuFF noch stark geprägt war von Sketchen. Pigmente, Pygmäen oder Pergament? Duett, Dutt oder Duell, Neckar oder Nektar? So ganz leicht sind diese Worte und ihr Sinn wirklich nicht auseinander zu halten, jedenfalls nicht für Manu, wie in dem Sketch der Wortverdrehungen deutlich wurde. Mit ihrer Nummer „Oops, we Kuh it again“ verwandelte sich der Vorstand in aufblasbaren Kuh-Kostümen in eine tapsig tanzende Kuhherde. Auch in diesem Jahr durften sie nicht fehlen, die „Mädels“ vom TC Roland, die als Gruppe „Jazz for Fun“ eine rockige Nummer mit Musik um Billy Idol im Gepäck mitgebracht hatte. Premiere hatten die Line Dancer „Oak Tree Dancers“ aus Poyenberg, die mit ihrer Auswahl von aufgepeppter Filmmusik das Publikum begeisterte.

Und auch das gab es noch nie. Ein Musikstück aus der Fernsehserie „Babylon Berlin“  – Thema der „Marmelade Sisters“ waren die 20er-Jahre – hatte Mareike Preikschat umgetextet. Und so lautete der Refrain der von Andrea Hörstrup gesungenen Fassung: „Ein Tag Latuff ist besser als eine Nacht im Puff...“, sehr eingängig, wie das sofortige Mitsingen des Publikums bewies.
Die „Pegel Profis“ der Landjugend nahmen das Publikum mit auf eine Reise nach „Malle“. Die Ballermann-Lieder ließen das Publikum lautstark mitsingen.
1.000 Kilogramm pure Lust wurden vor dem Auftritt der „Fire Fighters“, der Feuerwehrtruppe, versprochen. Birgit „Biggi“ Preikschat bewies wieder einmal, dass sie ihre Jungs beim Sporttraining voll im Griff hatte. Nicht zur Kostümierung, sondern wirklich echt waren die Schweißströme, die die Herren der Schöpfung danach verströmten.
Wie immer sorgte der Zeremonienmeister Volker Preikschat für einen reibungslosen Ablauf des Abends.

Ein Abschied, aber ohne Wehmut, vollzog sich im „Elferrat“, der – man mag es kaum als Amtsanmaßung bezeichnen – aus nur sieben Mitgliedern besteht, aus Raumgründen, wie der Präsident Detlef Frädrich versichert. Nach 16 Jahren schied Klaus Jörck aus. Seine Nachfolge trat Horst Richter an. Aus dem Vorstand von Latuff verabschiedete sich nach 18 Jahren Lukas Reck. Außerdem gab es einen Wechsel beim DJ-Team, das seit 13 Jahren aus Julian Lawrenz, Markus Tietjens und Knut Böttjer bestand. Künftig werden Bentje Bramman und sein Vater Uwe die Aftershow-Party rocken.
Die Veranstaltung am heutigen Sonnabend, 10. Februar, 19.30 Uhr, im Hütter‘s ist ausverkauft! Aber ab 22.30 Uhr können Karneval-Fans noch Karten für die Aftershow-Party erhalten.

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