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Jetzt können die Bagger rollen!

Erster symbolischer Spatenstich für die Kita Moorstücken

Mit dem ersten symbolischen Spatenstich fiel der Startschuss für den Neubau der Kita Moorstücken: (v. li.) Maximilian Claussen (Granit Tiefbau), Bürgervorsteherin Annegret Mißfledt, Architekt Knut Koppitz, Bürgermeisterin Verena Jeske und Sarah Kähler vom Bauamt. Foto: Otto

So soll die Kita einmal aussehen. Skizze: Grunwald & Grunwald

Damit der Kita-Bau starten kann, wird zunächst der Zufahrtsweg zu dem Areal, beginnend an der Gebhardstaße, planiert. Foto: Otto

Bad Bramstedt (hot) – Wie vielerorts fehlen auch in Bad Bramstedt Kita-Plätze, perspektivisch laut Kita-Bedarfsplan im Jahr 2026 rund 400 Plätze, die Warteliste ist lang. Um die Platznot zu lindern, macht die Stadt mächtig Dampf. Nach der Kita Wirbelwind, die bereits in Betrieb ist, geht‘s jetzt an den Neubau der Kita Moorstücken, die auf einer Wiese im neuen Baugebiet Moorstücken gebaut werden soll. Sie soll Platz für rund 130 Kinder bieten. Mit dem ersten symbolischen Spatenstich erfolgte nun der Startschuss für die Bauarbeiten. Gerade noch rechtzeitig vor der Frist am 30. Juni.

„Was lange währt, wird endlich gut“, freute sich Bürgermeisterin Verena Jeske. Denn bereits im Sommer 2020 startete der Architekturwettbewerb. Ab dem 1. März 2021 folgten die Anlaufberatung mit dem Gewinnerteam, dem Architekturbüro Grunwald & Grunwald aus Leipzig, und die Fördermittelzusage. Am 2. August 2023 wurde die Baugenehmigung erteilt. Im Februar/März 2024 fand die Ausschreibung für die Tiefbaufirma statt, beauftragt wurde die Granit Tiefbau GmbH aus Bordesholm.
Am 3. Juni lag der städtebauliche Vertrag „B-Plan 67“ auf dem Tisch. „Die Einigung steht in Aussicht“, so Sara Kähler vom städtischen Bauamt. Von der Naturschutzbehörde gab‘s Bedenken gegen das Baugebiet. Und um die Wärmeversorgung im geplanten Neubaugebiet an der Bimöhler Straße gab es ein langes Tauziehen zwischen den Stadtwerken Bad Bramstedt und den Projektentwicklern  der BIG, das das Kita-Projekt verzögert hat. Die Stadtwerke haben den Anspruch, dort allein die Wärmeversorgung machen zu dürfen, mittlerweile aufgegeben.
Nun ist auch das Problem mit der Zufahrt für den Bau der Kita geklärt. Bisher konnte das Gelände nur über die Zufahrt von der Straße Moorstücken erreicht werden. Die LEG Entwicklungs GmbH, Eigentümerin der benachbarten Grundstücke, hat der Bürgermeisterin mitgeteilt, dass die Grundstücke der LEG überfahren und für den Bau der Kita genutzt werden können. Damit können die Bagger jetzt rollen, ohne die Moorstücken-Anwohner zu stören.

Mehrfach wurde die Frist für den Baubeginn der Kita verlängert. Letzte Frist: der 30. Juni. Damit können nun auch die Fördermittel für das insgesamt rund 8,52 Millionen Euro teure Projekt erhalten bleiben. Allerdings wird der Bau des zweigeschossigen winkelförmigen Gebäudes mit einer Brutto-Grundfläche von etwa 2.000 Quadratmetern  auf dem Grundstück, das der Stadt gehört, weiterhin „eine knappe Kiste“, wie es die Bürgermeisterin formuliert. Denn um die Fördermittel des Landes (660.000 Euro) zu bekommen, muss der Rohbau am 31. Dezember dieses Jahres stehen. Und die Frist für die Kreismittel (1.320.000 Euro) läuft am 31. Dezember 2025 ab. Dann muss die Kita bezugsfertig sein. „Ja, das ist sportlich und funktioniert nur, wenn alles ineinandergreift“, so Verena Jeske. „Also: Ärmel
hochkrempeln und Gas geben.“ Das ist natürlich auch „der Wunsch“ von Knut Koppitz, Architekt beim Architekturbüro Grunwald & Grunwald. Wenn keine Probleme auftreten, sei der Zeitplan zwar straff, aber umsetzbar, blickt er in die Zukunft.
Fest steht: Die Kosten sind mittlerweile von 5 auf 8,52 Millionen Euro in die Höhe geschossen. „Die Baumaßnahmen sind aufgrund der steigenden Inflation teurer geworden“, nennt die Bürgermeisterin den Grund.

Und wie sieht‘s mit dem Personal aus? „Ich bin davon überzeugt, dass das Kita Werk, der zukünftige Kita-Träger für diese Kita, die rund 25 neuen Mitarbeiter dann findet, wenn dies auch ein Ort wird, an dem es sich auch von der Ausstattung her gut arbeiten lässt“, so Jeske. 30 der 130 Kita-Plätze vergibt das Kita-Werk Altholstein an Krippenkinder, die derzeit in Containern an der Holsatenallee untergebracht sind. Für die restlichen 100 Plätze können sich Eltern bewerben.

Die Stadt baut die Kita in Eigenregie. „Das ist ein ganz neues Gefühl für mich“, sagt die Bürgermeisterin. Und sie blickt auch schon weiter nach vorne. „Wir brauchen eine weitere Kita, die wir bestenfalls wieder mit einem Investor bauen, damit es schnell geht und wir alle anderen Infrastrukturprojekte, wie Schulerweiterungen, personell ebenfalls bedienen können.“

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