Frust mit dem Führerscheintausch

Kreis Steinburg richtet zusätzliche Servicestelle in der Hauptverwaltung ein

Sie bearbeiten den Führerscheintausch in der Servicestelle im Hauptgebäude der Kreisverwaltung: Scarlett Stenzel (l.) und Pauline Plumhoff. (Foto: Claaßen)

Quelle: ADAC

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Kreis Steinburg (tc) – Was für ein Drama mit der Umtauschpflicht von alten Führerscheinen. Auf europäischer Ebene war schon vor einigen Jahren beschlossen worden: Die alten Lappen sollen weg, ob grau oder rosa, die neue Lizenz im EC-Kartenformat muss her. Seit genau einem Jahr lief die Umtauschfrist für die Jahrgänge 1953 bis 1958, am Mittwoch lief diese aus. Kurz vor Toresschluss hat der Gesetzgeber festgestellt: Ist gar nicht zu schaffen, natürlich auch aufgrund von Corona. Deswegen soll bei Polizeikontrollen bis 19. Juli dieses Jahres ein Auge zugedrückt werden, Bußgelder für nicht umgetauschte Führerscheine sollen bis dahin nicht verhängt werden.
Kurz vor Ablauf der ersten Frist war der Ansturm von Antragstellern auch im Kreis Steinburg groß, sagt Pressesprecherin Britta Glatki. In der Führerscheinstelle sind erst ab April wieder freie Termine zu kriegen. Um die Wartezeiten bei der Terminvergabe kurzfristig zu reduzieren, hat die Führerscheinstelle eine Servicestelle im Hauptgebäude der Kreisverwaltung in der Viktoriastraße eingerichtet. Dort können die Anträge an drei Abgabeplätzen abgegeben werden. Die Anträge werden vollständig aufgenommen und später im Backoffice bearbeitet. Eine Terminbuchung ist nicht erforderlich, allerdings muss mit Wartezeiten gerechnet werden. Nach Fertigstellung wird der neue Führerschein durch die Bundesdruckerei direkt an den Antragsteller übersandt. Mitzubringen sind der alte Führerschein (der wird abgestempelt und kann wieder mit nach Hause genommen werden), der Personalausweis und ein biometrisches Passfoto. Und die EC-Karte, denn die Umtauschgebühr von 30,40 Euro kann in der Servicestelle nur mit Karte bezahlt werden. Übrigens: Wer nach Verstreichen der Frist noch mit einem alten Pkw- oder Motorradführerschein erwischt wird, riskiert ein Verwarngeld von 10 Euro.
„Wir bitten die Antragsteller, die bereits einen Termin in der Führerscheinstelle gebucht haben, von dieser Möglichkeit ebenfalls Gebrauch zu machen“, appelliert Lars Werlich, Abteilungsleiter der Führerscheinstelle. Wichtig: Der bereits gebuchte Termin soll dann storniert werden, damit er wieder vergeben werden kann.
Wenn der letzte Führerschein nicht im Kreis Steinburg ausgestellt wurde, kann bereits im Vorwege vom Antragsteller eine Karteikartenabschrift von der Ausstellungsbehörde angefordert werden.
Am Donnerstag startete übrigens die nächste Umtauschfrist, nämlich für die Jahrgänge 1959 bis 1964. „Alle anderen Jahrgänge werden ausdrücklich gebeten, ihre Führerscheine erst in den für sie vorgesehenen Jahren zu tauschen“, so Britta Glatki.

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