Corona-Zahlen und Strategiewechsel im Kreis Steinburg

Neuerungen für Infizierte und Kontaktpersonen

Sonja Wilke

Catrin Tzaribachev (Fotos: Claaßen)

Itzehoe (anz/tc) – Das Steinburger Gesundheitsamt meldet am Mittwoch 46 Corona-Neuinfektionen – eine mehr als letzten Mittwoch. 326 Personen gelten als akut positiv (46 mehr als gestern), von denen 152 vollständig geimpft sind. 190 Verdachtsfälle sind in Bearbeitung, 48 mehr als gestern.

Vom RKI veröffentlichte Inzidenzwerte (die Zahlen vom heutigen Tag sind noch nicht enthalten) für
• Kreis Steinburg: 154,5 (Vortag: 145,4)
• Schleswig-Holstein: 148,6 (Vortag: 144,4)
• Hospitalisierungsinzidenz Schleswig-Holstein: 4,12 (Vortag: 3,37)
• Deutschland: 404,5 (Vortag: 399,8)

Aufgrund der stark zeigenden Zahlen hat das Team Infektionsschutz im Gesundheitsamt seine Arbeitsweise angepasst. Durch den Strategiewechsel könnten interne Abläufe verschlankt und Personalressourcen sinnvoll umverteilt werden, so die Leiterin des Gesundheitsamtes, Sonja Wilke.
Denjenigen, die mit einem PCR-positiv getestet wurden, ist bislang vom Gesundheitsamt mündlich Absonderung angeordnet worden – diese mündliche Anordnung entfällt künftig, da sich die Pflicht ohnehin aus der Allgemeinverfügung des Kreises ergibt.
Für enge Kontaktpersonen zu nachweislich Infizierten gilt zukünftig Folgendes: Sobald Ungeimpfte Kenntnis von der Infektion ihres Kontaktes erlangt haben, müssen sie sich unmittelbar für 14 Tage in Quarantäne begeben. Für Geimpfte und Genesene gilt diese Quarantäne nicht. Auch gilt dies nicht für Kontakte innerhalb von Kindertagesstätten, Kinderpflegestellen und Schulen. Im Einzelfall, insbesondere bei Kontakten in den genannten Einrichtungen, kann das Gesundheitsamt aber auch in diesen Fällen eine Quarantäne anordnen.
Zu den engen Kontaktpersonen einer infizierten Person wird das Kreisgesundheitsamt zukünftig keinen Kontakt mehr aufnehmen. Dies bedeutet, dass enge Kontaktpersonen sich nun in eigener Verantwortung ohne explizite Anordnung in Quarantäne begeben und sich über das Meldeformular unter www.steinburg.de beim Gesundheitsamt melden müssen. Eine Ausnahmeregelung besteht für Kontakte in Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen und Schulen. „Dort prüft das Gesundheitsamt das Infektionsrisiko individuell, so dass kei-ne automatische Quarantäne greift,“ so Sonja Wilke.
Für Personen mit einem positiven Selbst- oder Schnelltest gilt Folgendes: Diese Personen sind – wie bisher – zu einer umgehenden PCR-Testung möglichst über den Hausarzt verpflichtet und müssen sich jetzt auch eigenverantwortlich über ein Meldeformular unter www.steinburg.de beim Gesundheitsamt melden. Personen, bei denen ein positives PCR-Ergebnis vorliegt, also infizierte Personen, haben sich ebenfalls über das Meldeformular unter www.steinburg.de beim Gesundheitsamt zu melden.
Eine weitere Änderung im Vorgehen des Infektionsschutzteam gibt es mit Blick auf die Absonderungsdauer von Infizierten. „Aufgrund der derzeit äußerst angespannten Infektionslage ist ein vorzeitiges Beenden der Quarantäne bei positiver PCR nicht mehr möglich. Dies bedeutet, die Quarantäne beträgt 14 Tage ab Symptombeginn“, so die ärztliche Leiterin des Gesundheitsamtes, Catrin Tzaribachev. Ihr Appell: „Verzichten Sie auf alle nicht unbedingt notwendigen Kontakte, halten Sie Abstand und tragen Sie eine Mund-Nasen-Bedeckung wo der Abstand nicht eingehalten werden kann und lassen Sie sich impfen. Nur gemeinsam können wir es schaffen den Anstieg der Infektionszahlen abzubremsen.“

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