Aktion gegen das Katzenelend

Allein im Itzehoer Tierheim sind in den letzten zwei Monaten über 60 Katzen aufgenommen worden

Auch „Utah“ ist eine ehemalige Streunerin. Sie lebt jetzt im Itzehoer Tierheim. (Foto: Tierheim Itzehoe)

Itzehoe (anz/tc) – Das Land unterstützt die Kastration von freilebenden Katzen: Ab dem 18. Oktober kann die Kastration von freilebenden Tieren erneut über einen von der Tierärztekammer Schleswig-Holstein verwalteten Fonds abgerechnet werden. Voraussetzung ist, dass die Tiere sich nicht in fester menschlicher Obhut befinden.
Insbesondere in den Tierheimen wird die Dringlichkeit dieser Aktion immer wieder vor Augen geführt. „Allein in den letzten zwei Monaten haben wir über 60 Katzen aufgenommen. Davon mehr als 40 Katzenkinder – viele dem Tod näher als ihrem jungen Leben“, so Claudia Danckers, Leiterin des Itzehoer Tierheims. Denn die Streuner sind oftmals krank und benötigen tierärztliche Behandlungen.
Die Kosten für die Kastration werden in voller Höhe übernommen: 25 Euro durch Spende (Honorarverzicht) des durchführenden Tierarztes und 59 Euro beziehungsweise 115 Euro Restkostenübernahme durch den Fonds, je nachdem, ob es sich um einen Kater oder eine weibliche Katze handelt. Die Katzen müssen nach Durchführung der Kastration wieder an der Stelle des Fangs ausgesetzt werden. Die Kastration ist bis zum 13. November geplant.
Die sich beteiligenden Gemeinden übernehmen 50 Prozent der Kosten für die Katzen, die aus ihrer Gemeinde kastriert werden. Das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung hat im Haushalt 2021 einen Betrag von 90.000 Euro für die Kastration der freilebenden Katzen bereitgestellt. Außerdem können sich Private gerne finanziell beteiligen.
Der Tierschutzverein Itzehoe und Kreis Steinburg ist bei dieser Aktion wieder dabei. Freilebende Katzenpopulationen können per Mail an info@(*** please remove ***)tierheim-itzehoe.de oder telefonisch unter 04821 94290 gemeldet werden. Das Tierheim organisiert die Einfangaktionen, ist aber für jede Hilfe dankbar.
Von Herbst 2014 bis einschließlich Frühjahr 2021 wurden in Schleswig-Holstein im Rahmen des Projektes gegen Katzenelend bereits in elf Aktionen rund 21.000 Katzen kastriert. Dabei handelte es sich zu gut 60 Prozent um weibliche Tiere und zu rund 40 Prozent um Kater.

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