Zwangsarbeit im Kreis Steinburg

In zwei Büchern hat Walter Vietzen das Schicksal von Zwangsarbeitern von Aasbüttel bis Wulfsmoor aufgearbeitet

Walter Vietzen hat sich mit dem Thema Zwangsarbeit im Kreis Steinburg beschäftigt und seine Recherchen in zwei Bänden zusammengetragen. (Foto: Privat)

Kellinghusen (anz/tc) – In mehreren Büchern hat Walter Vietzen Deutschlands dunkelstes Kapitel beleuchtet. Meist ging es vornehmlich um Kellinghusen, wo der heute 66-Jährige an der Gemeinschaftsschule als Lehrer unterrichtet hat. In seiner jüngsten Veröffentlichung hat er seine Recherchen auf den gesamten Kreis Steinburg ausgeweitet. Zwei Bände sind unter dem Titel „Zwangsarbeitende im Kreis Steinburg 1939–1945“ erschienen: „Von Aasbüttel bis Kellinghusen“, und „Von Kiebitzreihe bis Wulfsmoor“.
Obwohl etliche Untersuchungen zur Zwangsarbeit in Kellinghusen erschienen sind, sei insbesondere der jüngeren Nachkriegsgeneration „das Elend der flächendeckenden Versklavung von Menschen kaum bekannt“, begründet Vietzen seine Motivation zum Schreiben der beiden Bände. „Das Lagersystem im Kreis Steinburg ist das Spiegelbild der verbrecherischen Unmenschlichkeit der NS-Führung und ihrer Chargen“, sagt Vietzen. Allerdings: „Im Kreis Steinburg können aber auch Beispiele ‚widersetzlicher‘ Menschlichkeit genannt werden. Es gab sie auf manchen Bauernhöfen und an einzelnen Arbeitsplätzen.“
Die Bücher sind im Eigenverlag Books on Demand erschienen und im Buchhandel erhältlich.

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