Ein Bürgermeister geht – ein neuer kommt

Abschied und Neubeginn

Andreas Koeppen wurde mit einer kleinen Feier im Theater Itzehoe verabschiedet. © Bettina Görke

Aufregend und anstrengend sei der erste Tag als Bürgermeister gewesen, sagte Ralf Hoppe am Abend. © Bettina Görke

Itzehoe (bg) – Mit einer Feier im Theater Itzehoe wurde Andreas Koeppen aus seinem Amt als Bürgermeister verabschiedet. „Die zwölf Jahre Amtszeit sind wie im Flug vergangen“, sagte er. Für die Rente sei es jedoch noch zu früh. Er möchte in Zukunft freiberuflich beratend tätig sein. Am nächsten Morgen startete Ralf Hoppe in sein neues Amt als Bürgermeister. Anstrengend aber interessant sei sein erster Tag gewesen, berichtete er.

Unterbrochen von Tanzeinlagen und Musik richteten einige der Wegbegleiter von Andreas Koeppen Abschiedsworte an ihn. Bürgervorsteher Markus Müller gab einen kleinen Rückblick auf die letzten Jahre. „Bis zum Du hat es lange gedauert“, erinnerte er sich mit einem kleinen Augenzwinkern. „Aber wir haben immer gut zusammengearbeitet. Das ist nicht selbstverständlich. Und mit dem guten Team im Rathaus konnten wir auch langfristige Ziele entwickeln. Es war mir eine Ehre, mit dir zusammenzuarbeiten.“

„Im Abschied liegt die Geburt der Erinnerung“, zitierte Heinz Köhnke den Künstler Salvador Dalí und ergänzte: „und die Geburt von etwas Neuem.“ Er hob hervor, dass Andreas Koeppen als Bürgermeister die Bedeutung des Ehrenamtes betont habe. „Es war immer eine Begegnung auf Augenhöhe und mit viel Ehrlichkeit. Du hast deinen Worten Taten folgen lassen.“

Schließlich richtete auch Kreispräsident Peter Labendowicz einige Worte an den scheidenden Bürgermeister. „Es braucht eine starke Persönlichkeit“, sagte er. „Immer, wenn etwas schief geht, ist erst mal der Bürgermeister schuld. Aber man sollte auch das Gute, das Erreichte hervorheben. "Am Ende der Amtszeit ist nie alles erledigt. Trotzdem wünsche ich dir, dass du jetzt loslassen kannst.“

„Wo ist nur die Zeit geblieben?“, fragte Andreas Koeppen, als er zum Schluss die Bühne betrat. „Die letzten zwölf Jahre sind vergangen wie im Flug. Wir leben in einer schnellen, hektischen Welt. Was ich gelernt habe, ist dass wir die Zeit gut nutzen sollten.“ Gerade in schweren Zeiten warb er für eine konstruktive Zusammenarbeit der Stadt mit dem Kreis und dem Land und erinnerte an Krisen, die sie gemeinsam gemeistert hatten. „Itzehoe hat sich verändert und es wird noch schöner werden. Aber dafür braucht es starke Köpfe, die sich nicht unterkriegen lassen. Es ist ein Marathon und man darf nicht aufgeben.“

Aufregend und anstrengender als erwartet, beschrieb Ralf Hoppe am seinen ersten Arbeitstag als neuer Bürgermeister. Er begann mit einem Rundgang durch das Rathaus, der Vorstellung der Ämter und dem Kennenlernen der vielen Menschen. Mit allen Außenstellen zusammen sind es mehr als 350 Mitarbeiter, deren Chef Ralf Hoppe nun ist.„Glücklicherweise konnte ich mich in den letzten Wochen gut vorbereiten“, sagte er. „Ich hatte im Vorfeld schon 60 Gespräche mit Amtsleitungen und Stabstellen, sodass heute nicht alles ganz neu war.“

Der Zukunft im neuen Amt sieht er positiv entgegen. „Jede neue Führungskraft bringt ihren eigene Stil mit. Aber die Mitarbeiter sind motiviert und es gibt eine allgemeine Veränderungsbereitschaft.“ Zunächst ginge es jedoch darum, die vorhandenen Verwaltungsabläufe kennenzulernen.

Perspektivisch möchte Ralf Hoppe die Digitalisierung vorantreiben – innerhalb des Rathauses und im Kontakt mit der Bevölkerung. Weitere Punkte auf seiner Agenda sind die Unterbringung der Flüchtlinge aus der Ukraine, die sichere Energieversorgung, der Klimawandel und die Mobilitätswende. „Die Benzinpreise steigen und wir müssen uns Alternativen überlegen“, sagte der neue Bürgermeister. „Das sind zum Beispiel das Fahrrad, für das wir die Bedingungen verbessern müssen, und der Öffentliche Nahverkehr.“

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