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Schüler retten wieder Leben

Schirmherr ist Wacken-Chef Holger Hübner

Organisator Dirk Zöllner (l.) und Schirmherr Holger Hübner waren dabei, als die rund 220 Schüler der Auguste-Viktoria-Schule die Reanimation lernten. © Görke

Die Organisatoren und Unterstützer der Aktion „Schüler retten Leben“ (v. l): Krankenhausdirektorin Hannah Maria Werner, Schirmherr Holger Hübner, Pflegedirektor Franz-Josef Kravanja, Pflegebereichsleiter Intensivstation Michael Haack, die Leiterin der Physiotherapieschule, Andrea Becker, die Leiterin der Pflegeschule, Regina Halbleib, der Chefarzt für Anästhesie, Marco Fiege und Bürgermeister Ralf Hoppe. Vorne knien (v. l): Christian Mandel, Pressesprecher RKiSH, Organisator Dirk Zöllner und Angela Kopp, Schulleiterin der Auguste-Viktoria-Schule. © Görke

Kreis Steinburg (bg) – „Es gibt eine Menge an Hilfsbereitschaft“, sagte Christian Mandel von der Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH). „Viele handeln im Notfall einfach aus dem Bauch heraus und das ist meistens genau richtig.“ Intensivfachpfleger Dirk Zöllner bestätigt: „Das einzige, das man verkehrt machen kann, ist, nichts zu tun.“

Um auch Jugendliche zu ermutigen, im Notfall mit anzupacken, findet in diesem Jahr wieder die Aktion „Schüler retten Leben“ statt. Insgesamt rund 1 800 Schüler an 15 Schulen des Kreises nahmen daran teil und lernten, wie man sich richtig verhält und die Herzdruck-Massage vornimmt.

Organisiert wird die Aktion von Dirk Zöllner in Zusammenarbeit mit Ärzten und Pflegern des Klinikums Itzehoe, den Mitarbeitern des RKiSH, der Gesundheits- und Krankenpflegeschule und der Schule für Physiotherapie am Klinikum. Schirmherr ist in diesem Jahr Holger Hübner, der gemeinsam mit Thomas Jensen das Wacken Open Air gründete und es bis heute leitet. „Das Projekt ist absolut sinnvoll, das unterstützen wir gerne“, sagte Holger Hübner bei der Auftaktveranstaltung in der Itzehoer Auguste-Viktoria-Schule (AVS). „Zumal auch das Klinikum und die RKiSH zuverlässige Partner unserer Festivals sind.“ Ihm sei es wichtig, die Kinder und Jugendlichen zu ermutigen zu helfen.

Die Schüler nehmen die Aktion sehr gut an, freute sich Angela Kopp, Leiterin der Auguste-Viktoria-Schule (AVS), an der in diesem Jahr der Auftakt der Aktion stattfand. Dort nahmen rund 220 Schüler der 7. und 8. Klassen teil, die zwischen 13 und 14 Jahre alt sind. Die AVS war schon seit Beginn der Aktion „Schüler retten Leben“ im Jahr 2016 mit dabei. „Wir möchten eine Schule sein, in der man nicht wegguckt“, so Angela Kopp. „Wir wollen hinsehen und helfen.“

Entstanden ist die Aktion, nachdem 2015 zum Tag der offenen Tür im Klinikum Itzehoe ein Reanimationstraining für Schüler angeboten wurde. Seit 2016 werden nun regelmäßig die Schulungen durchgeführt und haben insgesamt mehr als 8 400 Schüler erreicht.

„Vor 15 Jahren lag die Quote der Laienreanimation noch bei ca. 15 Prozent“, sagt Marko Feige, Chefarzt der Anästhesie am Klinikum. „Heute sind es schon rund 42 Prozent.“ Das sei zwar ein bundesweiter Durchschnitt, trotzdem sei auch hier eine Verbesserung zu erkennen.

„Es gibt immer noch den Fall, dass viele Menschen dastehen und einfach nicht wissen, was zu machen ist“, stellt Christian Mandel fest und rät allen, die unsicher sind, den Notruf zu wählen: „Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig!“ Der Mitarbeiter am Telefon gibt dann Hinweise, was zu tun ist, bis der Rettungsdienst da ist.

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