Mulmiges Gefühl in Itzehoes düsteren Ecken

„Mit deinen schönen Ecken brauchst du dich nicht zu verstecken“, ...

Der ZOB gehört zu den Bereichen, die gemieden werden.

Auch der Bereich rund ums Holstein Center taucht in der Auswertung der Umfrageergebnisse auf. Kommende Woche steht die Umgestaltung des La-Couronne-Platzes auf der Tagesordnung des Stadtentwicklungsausschusses. (Fotos: Claaßen)

... heißt es in Itzehoes Hymne. Die schönen Ecken gibt es zweifellos, aber eben auch die weniger schönen. Und die sorgen, so hat es eine Umfrage des Kriminalpräventiven Rats (KPR) ergeben, für Unbehagen unter Itzehoern und Gästen. Einige Plätze würden zu bestimmten Zeiten sogar möglichst gemieden. Schlechte Beleuchtung, Menschengruppen und Vermüllung tragen zu dem mangelnden Sicherheitsgefühl bei. Doch es soll besser werden.

 

Itzehoe (anz/tc) – Wie sicher fühlen sich die Itzehoer in ihrer Stadt? Gibt es Plätze, die sie aus Angst, Opfer einer Straftat zu werden, meiden? Und was könnte innerhalb Itzehoes verbessert werden, damit sich alle in Itzehoe sicherer fühlen? Das wollte der Kommunalpräventive Rat (KPR) in Erfahrung bringen und führte von Mitte November bis Anfang Dezember eine – nicht repräsentative – Umfrage durch.
426 Personen haben an der Umfrage teilgenommen, knapp drei Viertel von Ihnen aus Itzehoe. Die meisten Teilnehmer sind zwischen 21 und 60 Jahre alt.
Rund 70 Prozent der Befragten gaben an, dass sie Plätze aus Sicherheitsgründen meiden. Besonders häufig genannt wurden allgemein die Innenstadt, insbesondere der ZOB und der Theaterplatz. Auch die obere Feldschmiede ab Nachmittag, der Bahnhof, der Ostlandplatz, das Dichterviertel sowie der Bereich rund um das Holstein Center wurden angegeben. Gründe für ein Gefühl mangelnder Sicherheit seien die nicht ausreichende Beleuchtung sowie Gruppe in den Straßen. Hier nannten die Teilnehmer Jugendliche, alkoholisierte Personen oder Menschen mit Migrationshintergrund. Darüber hinaus gaben einige Leerstände und Müll als weitere Gründe an.
Rund 75 Prozent der Befragten gaben an, bislang kein Opfer einer Straftat geworden zu sein – und von denen, die bereits Opfer geworden sind, hätten mehr als ein Drittel auf eine Anzeige bei der Polizei verzichtet.
„Die Antworten geben uns wichtige Hinweise, wo wir ansetzen können, um das Sicherheitsgefühl der Menschen in Itzehoe zu verbessern“, sagt Henning Wendt vom KPR. Als erster Schritt werde die Ordnungsabteilung die in der Umfrage genannten Bereiche kontrollieren und schauen, wie sich die Sauberkeit sicherstellen und die Beleuchtungssituation schnell verbessern ließe, kündigte er an. Und auch einem weiteren Wunsch solle bald nachgekommen werden können: mehr Polizeipräsenz. „Das Land hat uns neue Planstellen für Itzehoe bewilligt, zum August bekommen wir Verstärkung. Das wird sich auch auf den Streifendienst vor Ort auswirken“, sagt Sven Pehl, KPR-Mitglied und Leiter des Itzehoer Polizeireviers.

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