Kulturverein PEP: Wie geht‘s weiter?

Die Zukunft des Vereins ist ungewiss, doch trotz der Angst bleibt die Hoffnung

Geht aufgrund der Corona-Krise mit dem Kulturverein „PEP“ in Kellinghusen in eine ungewisse Zukunft: Konzert-Organisator Rainer Werdt. (Foto: Schreiber)

Kellinghusen (sn) – In der Corona-Krise stehen selbst erfolgreiche kulturelle Konzepte vor einer ungewissen Zukunft – wie etwa beim Kellinghusener Kulturverein „PEP“. Der hat seit fast 30 Jahren Konzerte auch großer und namhafter Künstler präsentiert; und diese in ehrenamtlicher Arbeit seiner Mitglieder auf die Beine gestellt.
Sponsoring und etwas finanzielle Unterstützung der Stadt haben das ermöglicht. Für eine ausgeglichene Vereinskasse haben hauptsächlich die Beiträge, die Eintrittspreise sowie der Getränkeverkauf bei Konzerten gesorgt. „PEP“ konnte auf diese Weie große Namen präsentieren von „Uriah Heep“ bis Achim Reichel, aber auch Geheimtipps von Erja Lyytinen bis zuletzt „Muddy What?“. Und nun? „Seit dem 13. März dürfen wir nun nicht mehr veranstalten“, so der zweite Vorsitzende Rainer Werdt. Ausgang oder Wiederaufnahme der Konzerte: ungewiss.

Ein Gefühl der Angst, aber die Hoffnung bleibt

In der Zwischenzeit sind die Vorstandsmitglieder und vor allem Rainer Werdt selbst nicht untätig, um die Kontakte zu halten. „Ich telefoniere mit Musikern, Agenturen und Veranstaltern“, erzählt er, „aber auch sie können immer nur antworten: Kein Horizont in Sicht“, schildert er.
Die große Frage, die sich stellt und die vor allem für „PEP“ wichtig ist: Werden sie überleben? „Die Musiker vielleicht, wenn wieder mehr Tonträger gekauft werden und die Fans nicht ewig weiter im Internet streamen“, schätzt Rainer Werdt.
Und: „Werden unsere Partner überleben im Hotel- und Gaststättenbereich, die Mischer und Zulieferer von Getränken und Merchandise, die Agenturen und Vermittler?“ Da ist die Zukunft noch unklarer. Veranschaulicht werden kann das anhand einer Beispielrechnung: Bei Konzertkosten von 3.000 Euro ergibt das einen Eintrittspreis von etwa 20 Euro. „Wenn dann aber nur 50 Zuschauer dabei sein dürfen, machen wir einen Verlust von 2.000 Euro. Das kann man auf Dauer nicht durchhalten“, rechnet Werdt vor.
Die letztlich große Frage, wann Konzerte in der Ulmenhofschule wieder erlaubt werden, sei deshalb im Moment für „PEP“ nicht zu beantworten. Ebensowenig wie die, unter welchen Bedingungen dies geschehen könnte und mit welcher Anzahl an Zuschauern. „Da stehen bei uns ganz viele Fragezeichen im Raum.“
So gehen die Mitglieder im Moment in eine ungewisse Zukunft. Der Gedanke, dass auch noch die Besucher wegbleiben, verursacht den „PEP“-Mitgliedern im Moment „ein Gefühl der Angst“. „Trotzdem bleiben wir am Ball, um irgendwann einmal wieder Rock-, Folk- und Blues-Konzert in der gleichen Stimmung in Kellinghusen möglich zu machen, die die Zuschauer bislang gewohnt waren“, so Werdt.

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