Itzehoe Eagles gewinnen in Iserlohn

Coach Pat Elzie hatte vor dem Spiel eine klare Ansage gemacht, und die wurde umgesetzt

Itzehoe (anz) – Zweiter Platz verteidigt, Revanche geglückt: Die Itzehoe Eagles haben ihre Mission in Iserlohn erfüllt. Bei den Kangaroos gewannen sie in der Barmer 2. Basketball Bundesliga mit 91:81 (27:14, 16:23, 20:26, 28:18). „Ein sehr guter und verdienter Sieg“, freute sich Coach Patrick Elzie.
Das Hinspiel mit dem 95:105 war ihm und seinem Team noch schmerzlich in Erinnerung. Und von der ersten Sekunde an zeigten sie, dass sie auf Wiedergutmachung aus waren – mit voller Konzentration und „ein bisschen Wut im Bauch“, wie Elzie zufrieden feststellte. Die Defensive ließ zunächst nur schwierige Würfe der Gastgeber von außen zu, in der Zone der Itzehoer fanden die Kangaroos gar nicht statt. In der von Achmadschah Zazai organisierten Offensive punkteten Chris Hooper und Yasin Kolo je zwei Mal, beim 8:0 für die Eagles nach zweieinhalb Minuten brauchte Iserlohn die erste Auszeit.
Erst nach dem 13:0 kassierten die Gäste die ersten Punkte des Gegners. Dieser kam nun besser ins Spiel, während die Itzehoer Angriffe mühsamer wurden. Ausgeglichen ging es durch den Rest des ersten Abschnitts, das mit einem komfortablen Vorsprung für die Eagles endete. „Vielleicht das beste erste Viertel der Saison“, so Elzie.
Johannes Konradt eröffnete den zweiten Abschnitt per Dreier – es sollte aber für mehr als vier Minuten der letzte Treffer der Gäste bleiben, bei denen Kapitän Flavio Stückemann verletzt fehlte. Iserlohn pirschte sich heran: Zwar hatten die Eagles die zentralen Spieler Toni Prostran und Tanner Graham sehr gut im Griff, doch Faton Jetullahi machte ihnen Probleme mit perfekter Trefferquote und 14 Punkten in der ersten Hälfte. Die Kangaroos schlossen auf, dann sorgten Marko Boksic und Chris Hooper wieder für etwas Luft. Kleine Fehler ließen das Spiel wieder eng werden, ein Dreier von Niclas Sperber in letzter Sekunde sicherte das 43:37 zur Halbzeit.
Das dritte Viertel: schwierig. Iserlohn war heiß, bei den Eagles lief es zäh, die Führung für die Gastgeber war die logische Folge. Doch die Itzehoer reagierten stark, es entwickelte sich ein Hin und Her, gestützt auf Dreier von Johannes Konradt und Thorben Haake. Letzterer tippte dann auch den Ball in der Schlusssekunde in den Korb: 63:63 vor den letzten zehn Minuten.
Diese begannen mit Vorteilen für die Kangaroos, aber nicht lang. Alieu Ceesay, der ein herausragendes Schlussviertel spielte, sprang für andere in die Bresche, die weniger als sonst trafen, und versenkte zwei Dreier zum 71:70 – diese Führung gaben die Eagles nicht mehr her. Das lag auch an Yasin Kolo, der zwar gegen harte Verteidigung ebenfalls Probleme mit der Quote aus dem Feld hatte, aber alle zehn Freiwürfe versenkte. Und Chris Hooper, dem Elzie das Prädikat „bärenstark“ verlieh, war im Eins gegen Eins weiterhin nicht zu halten.
Bei Iserlohn wollte der Ball gegen engagierte Itzehoer Verteidigung nicht mehr in den Korb, die Rebounds waren sichere Beute des Tabellenzweiten. Zum Schluss ging es nur noch um den direkten Vergleich, dieser ist nach dem Zehn-Punkte-Sieg ausgeglichen. Aktuell rangieren die Eagles ohnehin sechs Punkte vor Iserlohn.
Es sei klar gewesen, dass sich die Gastgeber zurückkämpfen würden, sagte Elzie. Aber sie hätten nicht dieselbe Tiefe auf der Bank wie die Itzehoer: Jeder habe seinen Beitrag geleistet, auch wenn es nur wenige Minuten Einsatzzeit waren. In den wichtigen Phasen sei das Team cool geblieben und habe die richtigen Entscheidungen getroffen. Auch die Freiwürfe sah der Coach als einen entscheidenden Faktor – „und zum Schluss haben wir es clever gemacht“.
Am kommenden Wochenende steht wieder ein Heimspiel an: Samstag um 19.30 Uhr geht es gegen Düsseldorf.
Eagles: Chris Hooper (21, 1 Dreier, 10 Rebounds), Yasin Kolo (16, 8 Rebounds), Johannes Konradt (14, 4 Dreier), Alieu Ceesay (14, 2 Dreier), Marko Boksic (6, 1 Dreier), Thorben Haake (6, 1 Dreier), Niclas Sperber (6, 1 Dreier), Achmadschah Zazai (4, 5 Assists), Erik Nyberg (3, 1 Dreier), Lars Kröger (1), Tobias Möller, Ole Friedrichs.

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