Interkulturelle Woche mit Youtube-Star Firas Alshater

Vom 22. bis 29. September findet die Interkulturelle Woche im Kreis Steinburg statt

Itzehoe (anz) – „Zusammen leben – zusammen wachsen“ – so lautet das Motto der Interkulturellen Woche (IKW) 2019. Nicht nur thematisch nimmt man sich dieses Motto im Kreis Steinburg besonders zu Herzen, auch durch die Mitwirkung vieler unterschiedlicher Akteure im ganzen Kreisgebiet soll das Zusammensein betont werden – und das wird ganz vielfältig gelebt: „Im Rahmen der Interkulturellen Woche wollen wir zusammen essen, zusammen spielen, zusammen lachen, zusammen lernen und vieles mehr“, so Michelle Denker von der Koordinierungsstelle Integration des Kreises Steinburg, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Susann Chaberny und der Itzehoer Gleichstellungsbeauftragten Karin Lewandowski die IKW koordiniert.
Am Sonntag, 22. September, fällt der Startschuss: Volker Susemihl, stellvertretender Kreispräsident, eröffnet um 16 Uhr im Kreistagssaal offiziell die Interkulturelle Woche. Anschließend wird die Bürgerbeauftragte für soziale Angelegenheiten des Landes Schleswig-Holstein, Samiah El Samadoni, in einem Kurzvortrag über ihre Arbeit als Leiterin der Antidiskriminierungsstelle informieren.
Danach dürfen sich die Gäste auf eine „interaktive Lesung“  freuen: Youtube-Star Firas Alshater liest aus seinem aktuellen Buch „Versteh einer die Deutschen! Firas erkundet ein merkwürdiges Land“. Der seit sechs Jahren in Deutschland lebende syrische Flüchtling verspricht einen Nachmittag voller Witz, Hintergrundinformationen und Optimismus – trotz allem, was er erlebt hat: Um die Entwicklung in Syrien zu dokumentieren, der Propaganda des Staatsfernsehens etwas entgegenzusetzen und die Menschen aufzuklären, besorgte Alshater sich eine Kamera. Zudem half er westlichen Journalisten, möglichst unbemerkt nach Syrien zu gelangen, und unterstützte sie bei der Berichterstattung. Aufgrund regimekritischer Aussagen und Beiträgen wurde er durch das Assad-Regime verfolgt, vier Mal verhaftet und insgesamt fast neun Monate gefangen gehalten und gefoltert. Zu seiner eigenen Sicherheit musste er Oktober 2012 Damaskus verlassen, lebte kurzzeitig in der Türkei und dann im Norden von Syrien. In Raqqa wurde er dann von islamistischen Gruppen gefangen gehalten, da er deren Verbrechen ebenfalls öffentlich machte.
Kirchen, Kommunen und Wohlfahrtsverbände unterstützen die Interkulturelle Woche und sind auch im Kreis Steinburg mit diversen Veranstaltungen aktiv. Der Gedanke, Räume zu schaffen, in denen sich Menschen begegnen und Kontakte knüpfen, so dass gegenseitiges Verständnis entwickelt und zum Abbau von Vorurteilen beigetragen werden kann, ist den drei Koordinatorinnen sehr wichtig. Ganz wesentlich sind auch die Themen Teilhabe und das Schaffen von Partizipationsmöglichkeiten, deshalb wird die IKW in diesem Jahr mit einer Mitmachaktion begleitet, deren Ergebnis beim Abschlussgottesdienst am 29. September in der St. Laurentii Kirche zu sehen sein wird.
„Wir freuen uns, vielen Menschen auf den Veranstaltungen zu begegnen, neue Kontakte zu knüpfen und zusammen diese Woche bunt zu gestalten,“ so die Koordinatorinnen.
Das gesamte Programm mit 25 Veranstaltungen ist auf steinburg.de unter der "Koordinierungsstelle Integration" zu finden.

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