Bad Bramstedt (usp) – Lange bevor Bürgermeister Felix Carl um 11 Uhr das Tor zur Roland Oase aufschloss, hatte sich dort schon eine lange Schlange, überwiegend von Kindern und Jugendlichen, davor gesammelt. Kein Wunder: Zur Saisoneröffnung herrschten sommerlich Temperaturen. Kostenlos und ausgestattet mit einem Eis, das Carl mit Hilfe von Bürgervorsteherin Annegret Mißfeldt noch am Eingang verteilte, wurde das Bad gestürmt.
Neben dem auf rund 27 Grad erwärmten Wasser – im Sprungbecken waren es allerdings nur 16 Grad – erwartete das Publikum auch noch eine Reihe unterhaltsamer Stationen, unter anderem angeboten von der DLRG, der Feuerwehr, einem Tauchverein und einer Massagestation. Und nicht zuletzt schafften es die Kinder und Jugendlichen der „DanceSensation“ aus Weddelbrook, trotz Hitze mit schwungvollen Tänzen das Publikum zu unterhalten.
Die Roland Oase bietet nicht nur die Möglichkeit für alle Generationen, sich dort in der Freizeit zu entspannen oder sich – wie insbesondere die eiserne Gruppe der Frühschwimmer – fit zu halten. Kinder können dort das Schwimmen lernen und vom
Seepferdchen bis zum Schwimmabzeichen in Bronze bis hin zu Gold ihre Schwimmkünste unter Aufsicht und Anleitung ausbauen. Unterstützung leistet dabei die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG). Rund 15 Mitglieder engagieren sich in der Saison ehrenamtlich. Unter anderem beginnt am Freitag, 8. Mai, ein Anfängerkurs. In den Sommerferien, wenn die
DLRG in anderen Bereichen, wie an der See, Wachdienst leistet, werden morgens von 7.30 bis 10 Uhr, wenn das Bad für die Allgemeinheit geschlossen ist, verschiedene Kurse durch die Mitarbeiter der Roland Oase durchgeführt. Sechs Festangestellte Schwimmaufsichten und zehn Aushilfen sorgen für einen sicheren und reibungslosen Ablauf.
Erfreulich für die Badegäste ist, dass in dieser Saison, trotz klammer Kasse der Stadt, die Preise nicht angehoben wurden. So bezahlen Kinder weiterhin vier Euro für die Einzelkarte, Erwachsene sechs Euro. Außerdem gibt es die Familienkarte für 16 Euro, die von zwei Kindern und zwei Erwachsenen genutzt werden dürfen. Die Aktivkarte, die täglich einen einmaligen Zutritt für die gesamte Saison ermöglicht, kostet 200 Euro.
Eine große Veränderung greift seit dem 1. Mai, auch wenn sie zunächst einmal von den Gästen nicht wahrgenommen werden wird. Nach 45 Jahren als Schwimmmeister, übergibt Hans-Peter Kalusok (70) die Leitung des Bades an seine Tochter Stephanie Kalusok-Muschiol (46), die den Gästen auch schon seit Jahren als Mitarbeiterin bekannt ist. Doch ganz verzichten müssen Mitarbeiter und Gäste noch nicht auf den äußerst beliebten Schwimmmeister. „Ich bin zwar ein auslaufendes Modell, werde aber bei Bedarf noch einspringen“, verspricht er. Zunächst einmal will er tausende von angelaufenen Überstunden abbauen, um sich ab der nächsten Saison als geringfügig Beschäftigter insbesondere um die hochtechnische Anlage des Bades zu kümmern. Doch schon jetzt bedankten sich seine unmittelbare Chefin, die Leiterin der Stadtwerke, Jasmin Kramer, und Bürgermeister Felix Carl von ihrem Mitarbeiter, der immer wieder von den Gästen für das gute Klima in der Roland Oase gelobt wird.
Eröffnet wurde die Roland Oase am 11. Juni 1971, nachdem die Bad Bramstedter und Bad Bramstedterinnen jahrzehntelang zunächst in der Schmalfelder Au „planschen“ konnten, bis im Jahre 1937 das Waldbad auf dem Gelände des alten Kurhauses fertiggestellt wurde.
Sollte die Badesaison ähnlich gut verlaufen wie am Eröffnungstag, dürfte es den Finanzen guttun. Auf rund 2.500 bis 3.000 Besucher schätzten die Mitarbeiter der Roland Oase am ersten Tag. In der vergangenen Saison, die eher als „durchwachsen“ galt, waren insgesamt circa 70.000 Badegäste gezählt worden. „Super, sensationell, alles lief zufriedenstellend“, bewertete Stephanie Kalusok-Muschiol, die als Fachangestellte für Bäderbetrieb ausgebildet ist, ihren ersten Tag als Chefin des Schwimmbades.
Super Start in die Freibadsaison
Mit bis zu zwölf Mitarbeitenden sorgt das Team der Roland Oase, das ab dieser Saison von Stephanie Kalusok-Muschiol (2. von rechts) geleitet wird, dafür, dass der Badebetrieb sicher abläuft. Fotos: Straehler-Pohl
Jasmin Kramer (Geschäftsführerin Stadtwerke), Stephanie Kalusok-Muschiol (neue Leiterin der Roland Oase), sowie Bürgervorsteherin Annegret Mißfeldt und Bürgermeister Felix Carl bedankten sich bei Hans-Peter Kalusok, der nach 45 Jahren die Leitung des Schwimmbades an seine Tochter Stephanie übergab, für seinen unermüdlichen Einsatz.
Der 15-jährigen Emelie gefällt insbesondere, dass es ein Fünf-Meter-Sprungbrett gibt. Auch die Wassertemperatur von 16 Grad hielt sie nicht davon ab, ins Sprungbecken zu springen.
Schwimmaufsicht Lennart Schneider sorgte dafür, dass unter anderem Jan-Ole Classen den Aqua-Ball, der an Land und im Wasser Verwendung findet, gefahrlos genutzt werden konnte.
Mit ihrem Team sorgt die Vorsitzende der DLRG, Ellen Mundt, mit dafür, dass Schwimmkurse in der Roland Oase abgelegt werden können.
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