Horst/Westholstein (anz) – Die Kreishandwerkerschaft Westholstein hat einen neuen Vorstand gewählt. In der Obermeister-/Delegiertenversammlung der angeschlossenen Innungen wurde Kai Schröder aus Rellingen zum neuen Kreishandwerksmeister gewählt. Er folgt auf Norbert Lanz, der das Amt zehn Jahre lang ausgeübt hat.
Neuer stellvertretender Kreishandwerksmeister wurde Malermeister Martin Ossenbrüggen aus Kellinghusen. Schröder und Ossenbrüggen erhielten bei der Wahl je 100 Prozent der abgegebenen Stimmen. Damit steht die Kreishandwerkerschaft Westholstein nach den turnusgemäßen Neuwahlen für die kommenden Jahre unter neuer ehrenamtlicher Führung.
Ein besonderer Moment der Versammlung war die Ernennung von Norbert Lanz zum Ehrenkreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Westholstein. Mit dieser Auszeichnung würdigten die Delegierten einen Handwerker und Ehrenamtsträger, der über viele Jahre nicht nur Ämter ausgefüllt, sondern Verantwortung gelebt hat. Norbert Lanz war dort, wo das Handwerk ihn brauchte: in der Innung, in der Kreishandwerkerschaft, in der Interessenvertretung und immer nah an den Betrieben. Er habe nicht verwaltet, sondern gestaltet, hieß es in der Würdigung. Die Ernennung ist Dank und Anerkennung für ein außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement im westholsteinischen Handwerk.
Die Kreishandwerkerschaft Westholstein vertritt das organisierte Innungshandwerk in den Kreisen Pinneberg und Steinburg. Unter ihrem Dach arbeiten 16 Innungen zusammen – von Bau, Elektro, Kfz, Metall, Maler und Lackierer, Sanitär- und Heizungstechnik sowie Tischler bis hin zu Bäcker-, Dachdecker-, Friseur- und Textilreinigungshandwerk. Gemeinsam stehen sie für eine große Bandbreite handwerklicher Kompetenz in der Region: für Ausbildung, Versorgungssicherheit, Unternehmertum, regionale Wertschöpfung und praktische Lösungen vor Ort.
„Das Handwerk in Westholstein ist nah dran an den Menschen, an den Betrieben und an den Kommunen. Wir bauen, reparieren, versorgen, bilden aus und halten die Region am Laufen. Diese Stärke wollen wir sichtbar machen und gemeinsam weiterentwickeln“, sagt der neue Kreishandwerksmeister Kai Schröder.
Kai Schröder führt in Rellingen den Elektrohandwerksbetrieb Schröder Elektrotechnik. Er ist Obermeister der Elektro-Innung des Kreises Pinneberg und engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich in der Handwerksorganisation. In seiner neuen Funktion möchte er die Kreishandwerkerschaft als starke regionale Stimme des Handwerks weiter profilieren – gegenüber Politik, Verwaltung, Schulen, Öffentlichkeit und den Betrieben selbst.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Ausbildung. Das Handwerk bietet jungen Menschen in mehr als 130 Ausbildungsberufen vielfältige Perspektiven – vom Gesellenbrief über den Meistertitel bis hin zur eigenen Betriebsgründung. Gerade in Zeiten von Fachkräftemangel, Energiewende, Digitalisierung und demografischem Wandel ist das regionale Handwerk ein zentraler Zukunftsfaktor.
Die Kreishandwerkerschaft unterscheidet sich dabei deutlich von der Handwerkskammer. Während die Handwerkskammer für alle Handwerksbetriebe ihres Kammerbezirks zuständig ist und hoheitliche Aufgaben wahrnimmt, ist die Kreishandwerkerschaft der regionale Zusammenschluss der Innungen. Die Innungen wiederum sind freiwillige fachliche Zusammenschlüsse von Handwerksbetrieben eines Gewerkes. Die Kreishandwerkerschaft bündelt diese Interessen vor Ort, organisiert gemeinsame Aufgaben, unterstützt die Innungen und vertritt das selbstständige Handwerk regional.
Mit dem neuen Vorstand beginnt für die Kreishandwerkerschaft Westholstein nun eine neue Amtszeit. Ziel ist es, die Interessen des Handwerks klar, verlässlich und gemeinsam zu vertreten – als Partner der Betriebe, als Ansprechpartner für Politik und Verwaltung und als Stimme für das Handwerk in Westholstein.