Liebevolle Abschiedsfeier für Annegret Maaß

Hitzhusen: Schulleiterin wurde in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet

Mit Gesang, Tanz und Wünschen für die Zukunft verabschiedeten sich die Schulkinder von ihrer beliebten Schulleiterin Annegret Maaß. Fotos: Straehler-Pohl

Schulrätin Meike Harder (li.) übergab der scheidenden Schulleiterin Annegret Maaß ihre Ruhestandsurkunde.

Ihre Kolleginnen Christina Fernandez und Eva Bucholz (v.li.) überreichten Annegret Maaß eine große Torte als eines der vielen Abschiedsgeschenke.

Hitzhusen (usp) – 38 Jahre prägte sie als Lehrerin an der Schule Hitzhusen-Weddelbrook, davon die letzten zehn Jahre als Schulleiterin, tausende von Kindern schulisch und menschlich. Nun endet für Annegret Maaß nach insgesamt 46 Jahren ihre pädagogische Laufbahn. Mit einer liebevollen, vom Kollegium, Schülern und Eltern gestalteten Feier wurde sie gebührend verabschiedet.
Maaß, die eigentlich nicht gerne im Mittelpunkt steht, verfolgte ihr Ehrenfest von einem durch Form und Farbe an einen Thron erinnernden Stuhl. „Ich bin nicht aufgeregt wie am letzten, sondern eher wie am ersten Schultag“, meinte sie, als ihre Kolleginnen Christina Fernandez und Eva Buchholz eine riesige, verzierte Sahnetorte als eines der vielen Geschenke überreichten.
„Sie haben es trotz aller Veränderungswünsche von außen geschafft, Wärme, Geborgenheit und Liebenswürdigkeit einer Dorfschule aufrechtzuerhalten“, meinte Elternvertreter Carsten Loock. In diesem Sinne meine er Dorfschule im positiven Sinne, denn notwendige und gute Veränderungen wie Ganztagsbetreuung und Digitalisierung hätten dennoch ihren Platz gefunden.
Schulrätin Meike Harder lobte die scheidende Schulleiterin für ihre ausgleichende Art im Umgang mit den Kindern und dem Kollegium. Harder verwies darauf, dass trotz Ausschreibung noch keine Nachfolge für Annegret Maaß gefunden worden sei und diese deshalb ihre reguläre Dienstzeit verlängert hatte.
In die gleiche Richtung zielten die Worte von Inken Schäfer, die die Schule leitet, bis eine neue Schulleitung gefunden worden ist. „Man steht füreinander ein, das macht das Kollegium aus. Du hast es geschafft, alle mitzunehmen. Du wirst uns als Mensch in unserer Mitte fehlen“, so Schäfer.
Bürgermeisterin Claudia Peschel erinnerte an verschiedene Entwicklungen und Ereignisse, die unter der Verantwortung von Annegret Maaß stattfanden. So nannte sie die Entwicklung zum Mensastandort, den von Inken Schäfer initiierten Niedrigseilklettergarten oder die optimale Verkehrssicherung auf dem Vorplatz der Schule. „Unter Deiner Schulleitung – mit Deinem Kollegium – hat sich dieser Schulstandort wunderbar weiterentwickeln können. Diese Schule hat noch den Touch einer dörflichen Schule, scheut aber keineswegs die Herausforderungen von morgen“, dankte sie Maaß. In nahezu allen Wortbeiträgen wurden ihre Art, ruhig und überlegt Lösungen zu suchen und zu finden, und ihre Warmherzigkeit zum Ausdruck gebracht. Zwischen den Reden verliehen, trotz der Abschiedsstimmung, immer wieder Gesang, darunter auch ein eigens für sie getextetes Lied und Tänze der Kinder der Veranstaltung einen fröhlichen Rahmen.
Sie sei 66 Jahre alt und befasse sich somit, seit sie 1962 in ihrem Heimatort Kisdorf eingeschult wurde, seit 60 Jahren mit Schule, meinte Maaß augenzwinkernd. Nach dem Abitur 1974 hatte sie von 1975 bis 1978 in Kiel studiert. Nach Stationen in Seth, Bad Bramstedt und Boostedt fand sie im August 1984 zur ehemals noch aus den Standorten Weddelbrook und Hitzhusen bestehenden Grundschule mit damals rund 135 Schülern einen Schritt, den sie nie bereut habe, betont Maaß. „Ich habe mich immer wohl gefühlt“, betont sie. Nachdem für ihre Amtsvorgängerin keine Nachfolge gefunden worden war, übernahm sie das Amt der Schulleiterin zunächst kommissarisch, bis sie im Mai 2012 durch den Schulleiterwahlausschuss ausgewählt wurde.
Neben der pädagogischen Arbeit habe ihr die Arbeit mit fröhlichen und lachenden Kindern besonders gut gefallen. „Man kann immer so positiv sein“, meinte sie über den nun hinter ihr liegenden Beruf.
Das Mehr an Freizeit wolle sie nun nutzen, um mehr Zeit für Familie, Freunde und Reisen zu haben. „Ich könnte mir auch vorstellen, mich noch ehrenamtlich zu engagieren.“

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