Konzert für Orgel und Querflöte

Die Profimusiker Hans Bäßler und seine Tochter Johanna geben ein Konzert in der Katharinenkirche in Großenaspe

Hans Bäßler spielt auf der historischen Marcussen-Orgel Fotos: Privat

Seine Tochter Johanna Bäßler spielt gekonnt auf der Querflöte.

Großenaspe (anz) – Am Sonnabend, 15. Januar, um 16 Uhr findet in der Katharinenkirche in Großenaspe ein ganz besonderes  Konzert für Orgel und Querflöte statt: Mit Johanna Bäßler und ihrem Vater Hans Bäßler kommt ein Duo in die Katharinenkirche, das in Großenaspe bereits gut bekannt ist und immer begeistert aufgenommen wurde.  Diesmal kommen Werke von Telemann, Bach, Homilius und Händel zur Darbietung. Zu Beginn des Konzertes stehen zwei Werke von Georg Philipp Telemann:  ein Concerto  in a-Moll, in der Bearbeitung für Orgel von Ernst-Ulrich von Kameke und die Fantasie Nr.6 in d-Moll für Flöte solo. Danach spielt Hans Bäßler auf der historischen Marcussen-Orgel zwei weihnachtliche Choräle aus dem „Orgelbüchlein“ von Johann Sebastian Bach. Als weiteres Werk von Bach erklingt die Suite in c-Moll für Flöte und Orgel. Von Gottfried August Homilius werden drei Choralvorspiele für Orgel aufgeführt. Am Ende sind noch einmal Vater und Tochter gemeinsam mit einer Flötensonate von Georg Friedrich Händel zu hören.
Johanna Bäßler wurde 1992 in Eutin geboren und wuchs in Hannover auf. Dort erhielt sie ab 1998 Klavierunterricht bei Ole Oltmann und besuchte verschiedene Kinderchöre. Ab 2003 nahm sie Querflötenunterricht und spielte im Schulorchester. Sie machte ihr Abitur am Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium im Jahr 2011 und absolvierte anschließend einen einjährigen Bundesfreiwilligendienst an einer Waldorfschule für geistig Behinderte in Stuttgart. Das Schulmusikstudium begann Johanna Bäßler 2012 an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Dort erhielt sie Querflötenunterricht von Prof. I.J. Klett, Gesangsunterricht von I. Otto und Klavierunterricht unter anderem von Prof. H. Rutkowski. Neben ihren Hauptinstrumenten konnte sie zudem Erfahrungen im Gitarrenspiel, auf dem Schlagzeug und in der Leitung von Chören und Ensembles sammeln. Ihr zweites Schul-fach Deutsch studierte sie an der Universität Hamburg.
An der Pädagogischen Hochschule Bern verbrachte sie im Jahr 2015 ein Auslandssemester.
Ihr Masterstudium schloss Johanna Bäßler im September 2018 ab. Von Februar 2019 bis Juni 2020 leistete sie ihren Vorbereitungsdienst für das Grundschullehramt an der Katharinenschule in der Hafencity und am Gymnasium Klosterschule ab. Mit Beginn des Schuljahres 20/21 wurde sie in den Schuldienst der Stadt Hamburg übernommen und arbeitet als Klassenlehrerin weiterhin an der Katharinenschule in der Hafencity. Neben der Tätigkeit als Lehrerin singt Johanna Bäßler im Chor St. Johannis in Altona.
Ihr Vater Hans Bäßler wurde 1946 in Wedel (Holstein) geboren. Zunächst studierte er Theologie, dann Schul- und Kirchenmusik in Hamburg (Orgel: Ernst-Ulrich von Kameke). Von 1970 bis 1994 war er 2. Organist an der Hauptkirche St. Petri in Hamburg. Zahlreiche Konzertreisen führten ihn nach Deutschland, Frankreich, England, Polen, Dänemark und in die Schweiz. Aufnahmen für den NDR und den Bayerischen Rundfunk. Mit Schallplatten- und CD-Produktionen stellte er zahlreiche Orgeln vor, so die Beckerath-Orgeln an St. Petri, Hamburg, in Neumünster, Niedernstöcken und jüngst in Loccum.
Hans Bäßler ist heute Seniorprofessor der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg, von 1994 bis 2014 war er Professor für Musikpädagogik an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover, von 2014 bis 2017 in der gleichen Funktion an der Musikhochschule Lübeck. Er leitete unter anderem das Institut für musikpädagogische Forschung, war Vizepräsent des Deutschen Musikrates und über viele Jahre Vorsitzender des Bundesfachausschusses Musikalische Bildung. Heute ist er Ehrenpräsident des Bundesverbandes Musikpädagogik.
Der Eintritt zu diesem Konzert ist  frei, doch über eine großzügige Spende am Ausgang freut sich die Kirchengemeinde. Leider ist es noch nicht wieder erlaubt, im Anschluss an das Konzert alle Zuhörerinnen und Zuhörer zu Kaffee und Kuchen und einem regen Austausch mit den Künstlern ins Gemeindehaus einzuladen. Das Konzert findet unter der 2G-Regel statt. Es wird darum gebeten, während des Konzertes auch am Platz die  Maske aufzubehalten. Da es sich bei den beiden Musikern um Profimusiker handelt, darf das Konzert stattfinden.

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